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Datum: 21.01.2011

Das Handy als Museumsführer Universität und Deutsches Museum testen innovativen „SmartGuide“

Das eigene Handy als interaktiver Museumsführer - diese Idee stand am Anfang der Forschungsarbeit „SmartGuide“ des Bonner Instituts für Informatik: Spannende Informationen in Bild, Ton und Video per Fingertipp. Dank einer Kooperation der Universität Bonn mit dem Deutschen Museum kann jeder Besucher das System nun selbst ausprobieren – allerdings zunächst noch auf kostenlosen Leihhandys. Zwischen dem 25. und 29. Januar können Besucher des Deutschen Museums Bonn, Ahrstraße 45, die Geräte mit der innovativen Software am Informationsstand ausleihen.

Die Idee hinter dem SmartGuide ist bestechend einfach: Die Ausstellungsstücke senden für den Menschen unhörbare Signale im Ultraschall-Bereich aus und übermitteln dabei in Form einer Nummer, vor welchem Exponat der Besucher gerade steht. „Handelsübliche Smartphones können diese Signale über ihr eingebautes Mikrophon empfangen“, erklärt Pascal Bihler. „Die von uns entwickelte Software decodiert dann die im Ultraschall-Signal enthaltene Nummer und ruft die dazu passenden Informationen ab. Sobald der Besucher das Ausstellungsstück erreicht, startet auf seinem Smartphone beispielsweise ein Video mit einem erklärenden Kommentar.“

Die Informationsmenge in einer Audio- oder Video-Datei ist zu groß, als dass sie per Ultraschall übertragen werden könnte. Der unhörbare Puls übermittelt daher nur die Codenummer des jeweiligen Exponats. „Die dazu gehörenden Daten ruft das Handy dann beispielsweise per WLAN ab – oder sogar ganz profan von der vorher entsprechend bestückten internen Speicherkarte“, sagt Bihler.

Der Doktorand am Institut für Informatik hat das innovative System zusammen mit seinem Kollegen Jan Paul Imhoff im Rahmen von Imhoffs Diplomarbeit entwickelt. Interessenten können den innovativen „SmartGuide“ vom 25. bis 29. Januar im Deutschen Museum Bonn testen – allerdings zunächst nur auf kostenlos zur Verfügung gestellten Leihhandys.

Für den Testlauf haben die beiden Informatiker zusammen mit der Leiterin des Deutschen Museums Dr. Andrea Niehaus fünf Exponate mit „Ultraschall-Etiketten“ versehen. Sollte alles wie gewünscht funktionieren, könnten Nutzer die Software in Zukunft vielleicht von den jeweiligen „App-Stores“ ihrer Geräte herunterladen. „Apps“ sind kleine Programme, die modernen Handys bestimmte Zusatzfunktionen verleihen – und sie in diesem Fall zu einem ausgewachsenen Museumsführer machen.


Kontakt:
Pascal Bihler
Universität Bonn
Telefon: 0160/97262296
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Dr. Andrea Niehaus
Deutsches Museum Bonn
Telefon: 0228/302252
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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