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Regionale Schwerpunkte in der internationalen Zusammenarbeit

Titelbild_Regionale Schwerpunkte 

Internationalisierung ist ein elementarer Bestandteil im Selbstverständnis der Universität Bonn. Die fachliche, institutionelle und regionale Vielfalt internationaler Kooperationen sowie ihre beständige Weiterentwicklung bilden dabei das Fundament für alle universitären Internationalisierungsaktivitäten und sind eines der Ziele der Internationalisierungsstrategie. Aufbauend auf dieser Vielfalt, hat das Rektorat für die Universität strategische Universitätspartner sowie Schwerpunktländer für internationale Zusammenarbeit identifiziert. In Ergänzung zur Auswahl der Partneruniversitäten und Schwerpunktländer legt die Universitätsleitung zusätzlich besonderes Augenmerk auf Kooperationen mit Ländern des sogenannten „Globalen Südens“.

Die strategischen Schwerpunkte in der internationalen Zusammenarbeit dienen der wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Profilbildung der Universität, der Qualitätssteigerung der internationalen Kooperationen (Erhöhung von Mobilitätsoptionen, Internationalisierung der Lehre und Forschung) sowie der Konzentration von finanziellen und administrativen Ressourcen (vgl. Leitlinien zu den strategischen Schwerpunkten in der internationalen Zusammenarbeit). Vor diesem Hintergrund hat das Rektorat der Universität Bonn drei strategische Universitätspartner (bilateral-institutionelle Ebene) sowie sieben Schwerpunktländer für internationale Kooperationen (multilateral-regionale Ebene) ausgewählt.

Grafik_Übersicht Partnerschaftsstrategie DE

Übersicht über die Partnerschaftsstrategie der Universität Bonn (Stand: Januar 2019)


Strategische Universitätspartner

Universität St Andrews (GB)

Wappen University St Andrews Shadow

Die 1413 gegründete Universität St Andrews ist eine staatliche britische Universität. Sie ist die älteste Universität Schottlands und nach Oxford und Cambridge die dritt älteste Universität in der englischsprachigen Welt. In den wichtigsten internationalen Rankings gehört sie stets zu den besten fünf Universitäten Großbritanniens. Zurzeit (2018) sind an der Universität 9.000 Studierende eingeschrieben. Die Universität Bonn und die Universität St Andrews blicken auf eine lange Geschichte zurück: Bereits 1913 bezeichnen sie sich angesichts des 500-jährigen Jubiläums von St Andrews als Schwesteruniversitäten. Am 6. Dezember 2018 hat die Universität Bonn mit der Universität St Andrews ein strategisches Kooperationsabkommen unterzeichnet, das eine weitreichende Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Verwaltung vorsieht.
 

Waseda Universität, Tokio (JP)

Wappen University Waseda Shadow

Die 1882 gegründete Waseda Universität in Tokio ist eine private Volluniversität. An ihr sind etwa 51.000 Studierende eingeschrieben (2018). Sie zählt zu den wichtigsten japanischen Universitäten. Zusammen mit der ebenfalls in Tokio ansässigen Keio Universität wird sie in angesehenen Rankings regelmäßig als beste Privathochschule des Landes eingestuft. Die Universität Bonn unterhält zur Waseda Universität seit 1960 enge Beziehungen. Am 10. Oktober 2017 wurde diese Kooperation noch einmal sowohl durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Bonner Rektor Prof. Dr. Michael Hoch als auch durch die formale Etablierung regelmäßiger Bonn-Waseda- bzw. Waseda-Bonn-Days signifikant verstärkt.
 

Universität Melbourne (AUS)

Wappen University Melbourne Shadow

Die Universität Melbourne – eine 1853 gegründete staatliche Forschungsuniversität – hat 48.000 Studierende (2018). Sie ist Mitglied der Group of Eight, einer Vereinigung der acht führenden Hochschulen Australiens. Das Times Higher Education Ranking führt 2019 die Universität Melbourne auf dem 32. Platz weltweit, das QS World University Rankings 2019 sieht sie an 39. Stelle. Die Universität Bonn und die Universität Melbourne haben am 30. Oktober 2018 ein weitreichendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziele der nun geschlossenen universitätsweiten Vereinbarung sind unter anderem der Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte in unterschiedlichen Disziplinen und ein stärkerer Austausch von wissenschaftlichem Nachwuchs, insbesondere durch die Lancierung weiterer gemeinsamer Promotionsprogramme.


Schwerpunktländer für internationale Kooperationen

Australien

Flagge Australien ShadowAustraliens Hochschulsystem mit 41 Universitäten gehört seit einiger Zeit zu den besten der Welt. In den wichtigsten Rankings schneidet Australien regelmäßig sehr gut ab. So listet zum Beispiel das Times Higher Education World University Ranking 2018 gleich sechs australische Universitäten (University of Melbourne, Australian National University, University of Sydney, University of Queensland, Monash University, University of New South Wales) zu den besten 100 (Deutschland: 8). Aufgrund der hohen Forschungsqualität und des ausgezeichneten wissenschaftlichen Umfeldes bietet Australien für die Universität Bonn ein sehr großes Potential für weitere enge Kooperationen.

Strategische Universitätspartnerschaft mit der Universität Melbourne (vgl. oben).
 

Frankreich

Flagge Frankreich ShadowDie Auswahl Frankreichs artikuliert die Bedeutung des Standorts Bonn für die Entwicklung der europäischen Integration über eine deutsch-französische Achse seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Diese Achse ist heute wieder in ausgesprochener Weise aktuell. Mit dem Schwerpunktland Frankreich wird die Europa-Ausrichtung der Universität Bonns nachdrücklich unterstrichen. Die Forscher*innen der Universität Bonn unterhalten seit langem zahlreiche Kooperationen mit französischen Kolleg*innen an verschiedenen Institutionen. Da die französische Hochschulpolitik in den letzten Jahren deutlich strategischer und internationaler geworden ist, ergeben sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit französischen Universitäten.
 

Großbritannien

Flagge Grossbritannien ShadowDie wissenschaftlichen Beziehungen der Bonner Forscher*innen zu Kolleg*innen an Hochschulen in Großbritannien sind sehr ausgeprägt und mannigfaltig. Angesichts der komplizierten und historisch durchaus belasteten Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien bilden die engen wissenschaftlichen Kooperationen zwischen deutschen und britischen Kolleg*innen ein festes Fundament für eine gemeinschaftliche, nachhaltige Gestaltung der gemeinsamen Zukunft.

Strategische Universitätspartnerschaft mit der University of St Andrews (vgl. oben).
 

Israel

Flagge Israel ShadowDie Auswahl Israels markiert ein besonderes Bekenntnis der Universität Bonn zur Verantwortung für die deutsche Geschichte. Der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland haben am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Das Datum gilt als Meilenstein der Aussöhnung beider Länder nach dem Holocaust. Heute sind die Beziehungen eng und freundschaftlich. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen hat bereits seit den 1960er Jahren enge Kontakte zu Israel geknüpft , die seitdem vom Landtag und von allen Ministerpräsident*innen intensiv gepflegt wurden und werden. An diese Politik knüpft auch die Universität Bonn, deren Wissenschaftler*innen zahlreiche enge Kontakte zu israelischen Kollegen haben, bewusst an.
 

Japan

Flagge Japan ShadowJapan weist signifikante parallele gesellschaftspolitische Herausforderungen zu Deutschland und damit in vieler Hinsicht verwandte Forschungsausrichtungen auf (z.B. in Bereichen wie Überalterung der Gesellschaft/Gesundheit, Knappheit landwirtschaftlicher Nutzflächen/Ernährung, Digitalisierung 4.0). Das bilaterale Verhältnis Deutschlands zu Japan ist traditionell freundschaftlich. In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich zu einer engen außenpolitischen Zusammenarbeit verdichtet. 2011 feierten Deutschland und Japan das 150-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Als rechtsstaatliche Demokratien und Mitgliedsstaaten der G7 und G20 teilen Deutschland und Japan gemeinsame Werte und sind politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich vielfältig miteinander verbunden. Seit Jahrzehnten bestehen enge Kooperationen zwischen Bonner Wissenschaftler*innen sowie Forscher*innen japanischer Universitäten.

Strategische Universitätspartnerschaft mit der Waseda Universität in Tokio (vgl. oben).
 

Niederlande

Flagge Niederlande ShadowDie Niederlande sind aufgrund ihrer regionalen Nähe und ihrer hohen Internationalität ein besonders vielversprechender Partner für erfolgreiche Kooperationsprojekte. Die Universität Bonn, deren Wissenschaftler*innen bemerkenswert enge Kontakte zu niederländischen Kolleg*innen haben, schließt sich damit der Politik des Landes Nordrhein-Westfalen an, das von jeher den europäischen Integrationsprozessaktiv unterstützt und eine langjährige, intensive Zusammenarbeit zu seinen westlichen Nachbarländern aufgebaut hat. Die Benelux-Staaten waren seit jeher Vorreiter der europäischen Integration. Sie repräsentieren drei Gründungsmitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, auf ihrem Gebiet sind der Großteil der Institutionen der Europäischen Union und zahlreiche weitere UN- und internationale Organisationen angesiedelt. Das Fokusland Niederlande könnte bei positiver Evaluierung auch zur Fokusregion Benelux erweitert werden.
 

USA

Flagge USA ShadowEine inneruniversitäre Erhebung 2017 hat – nicht überraschend – ergeben, dass die Bonner Wissenschaftler*innen zu Kolleg*innen von amerikanischen Universitäten die meisten Kontakte haben. Aus diesen Kooperationen geht eine sehr hohe Zahl an gemeinsamer Spitzenforschung hervor, die sich in herausragenden Publikationen niederschlägt. Noch immer stellen die USA weltweit den Kern wissenschaftlicher Innovationskraft und Kreativität dar. Die Hochschullandschaft ist jedoch überaus komplex und von großer Diversität gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Bonner Wissenschaftler*innen zu sehr vielen verschiedenen amerikanischen Hochschulen Forschungsbeziehungen aufgebaut haben. Amerika bleibt auch in der näheren Zukunft das wichtigste Schwerpunktland für die Universität Bonn.

 


Globale Partnerschaft stärken:
Kooperationen mit Ländern des „Globalen Südens“

Einhergehend mit der Verabschiedung der „Leitlinien zu strategischen Schwerpunkten in der internationalen Zusammenarbeit“ und der „Strategischen Universitätspartner und Schwerpunktländer für internationale Kooperationen“ sieht die Universität Bonn die Notwendigkeit, auch ihre Position mit Partnern in Ländern des sogenannten „Globalen Südens“ darzustellen. Zum einen soll das vorliegende Positionspapier die zahlreichen bestehenden Kooperationen der Institute der Universität mit einzelnen Wissenschaftler*innen, mit Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen gebündelt wiedergeben. Zum anderen soll es eine Hilfestellung und Orientierung bieten, die bei Kooperationsvorhaben und geplanter Antragstellung herangezogen werden kann.


Download

Broschüre: Strategische Partnerschaften und regionale Schwerpunkte in der internationalen Zusammenarbeit 

Abb_Broschuerentitel_Strategische Partnerschaften


 

Kontakt

Dezernat Internationales
Dr. Kai Sicks, Dezernent
Telefon: +49 228 73-5950

 

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