Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite International Beratung und Kontakt Welcome Center für internationale Forschende Formalitäten Visum und Aufenthaltserlaubnis

Visum und Aufenthaltserlaubnis

Visum - Titelbild.jpg

Visum

Für die Einreise nach Deutschland benötigen Sie in der Regel ein Visum. Von der Visumspflicht ausgenommen sind Staatsangehörige von EU-Staaten und EWR-Staaten, sowie in Ausnahmen Staatsangehörige von Staaten, mit denen entsprechende Abkommen bestehen.

Visa müssen vor der Einreise bei der deutschen Auslandsvertretung im Heimat- bzw. Aufenthaltsland beantragt werden. Die Bearbeitung eines Visumsantrages dauert mindestens 4 bis 6 Wochen, teilweise müssen Sie sogar mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Monaten rechnen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, den Antrag auf ein Visum so früh wie möglich zu stellen.

Folgende Visa können Sie für die Einreise nach Deutschland beantragen:
 
Nationales Visum (D-Visum)
  • Muss beantragt werden, wenn der geplante Aufenthalt länger als 90 Tage dauert (unabhängig davon, ob eine Erwerbstätigkeit geplant ist oder nicht).
  • Muss beantragt werden, wenn eine Erwerbstätigkeit geplant ist (auch für Aufenthalte, die kürzer als 90 Tage dauern).
  • Bei diesem Visum sollte man mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit rechnen.
  • Dieses Visum kann in Deutschland in eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden.
 
Schengen-Visum (C-Visum)
  • Ist nur für eine Aufenthaltsdauer von maximal 90 Tagen gültig.
  • Ermöglicht keine Erwerbstätigkeit und kein (Promotions-) Studium.
  • Wichtig: Dieses Visum ist nicht verlängerbar, Sie können anschließend keine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Nach Ablauf eines Schengen-Visums müssen Sie Deutschland in jedem Fall verlassen.
  • Von diesem Visum wird für Forschungsaufenthalte eher abgeraten, da es weder eine Änderung des Aufenthaltszwecks noch eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer ermöglicht. Nur wenn vorher klar ist, dass man Deutschland nach max. 90 Tagen wieder verlässt und keine Erwerbstätigkeit aufnimmt, ist dieses Visum eine Option.
 

In welchen Fällen benötigen Sie kein Visum?

Es gibt Ausnahmen der Visumspflicht. Staatsangehörige der im Folgenden aufgelisteten Länder dürfen auch ohne Visum einreisen. Erforderlich ist in diesem Fall nur ein gültiges Reisedokument (z.B. Reisepass).

1. EU-Staaten, EWR-Staaten: Staatsangehörige dieser Länder dürfen ohne Visum einreisen. Auch bei längeren Aufenthalten muss keine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Erforderlich ist lediglich die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt des neuen Wohnorts.

2. Australien, Israel, Japan, Kanada, die Republik Korea, Neuseeland, die Schweiz und die USA: Staatsangehörige dieser Länder dürfen ohne Visum einreisen, auch bei einer geplanten Erwerbstätigkeit. Jedoch muss bei einem längeren Aufenthalt (mehr als 90 Tage) und vor der Aufnahme der Erwerbstätigkeit eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.

3. Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino: Staatsangehörige dieser Länder dürfen ohne Visum einreisen, jedoch keine Erwerbstätigkeit ausüben. Bei einem längeren Aufenthalt (mehr als 90 Tage) benötigen Sie eine Aufenthaltserlaubnis, die auch nach der visumsfreien Einreise beantragt werden kann. Vorsicht: Ist eine Erwerbstätigkeit beabsichtigt, ist die visumsfreie Einreise nicht möglich. Ein entsprechendes Visum muss bereits vor der Einreise beantragt werden.

Für Staatsangehörige von Brasilien gibt es einige Sonderregelungen, die dazu führen können, dass Sie unbedingt ein Visum beantragen müssen. Bitte informieren Sie sich dazu direkt bei der Deutschen Botschaft in Brasilien.

4. Argentinien, Bosnien und Herzegowina, Brunei, Chile, Costa Rica, Guatemala, Malaysia, Mexiko, Montenegro, Nicaragua, Panama, Paraguay, Singapur, Serbien, Uruguay, Vatikanstadt und Venezuela: Staatsangehörige dieser Länder dürfen ohne Visum einreisen, jedoch keine Erwerbstätigkeit ausüben. Bei einer Einreise ohne Visum kann jedoch keine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Vorsicht: Nach Ablauf von 90 Tagen muss die Ausreise erfolgen.

Für Staatsangehörige aller übrigen Länder gilt die übliche Visumspflicht.


Tipps und Hinweise

  • Die Einreise- und Visabestimmungen für Deutschland ändern sich häufig. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollten alle Angaben zu den jeweiligen Visa vor der Einreise auf den Seiten des Auswärtigen Amts überprüft werden.
  • Visum und Aufenthaltserlaubnis sind unterschiedliche Dokumente. Ein Visum berechtigt die Inhaberin/den Inhaber nur zur Einreise. Wird ein längerer Aufenthalt (mehr als 90 Tage) angestrebt, müssen Sie nach Ihrer Ankunft eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Weitere Informationen zur Aufentdazu finden Sie auf dieser Webseite.
  • Ein Visum wird für einen bestimmten Zweck beantragt, z.B. zur Arbeitsaufnahme oder für Studienzwecke. An den bewilligten Zweck sind Sie gebunden. Wenn Sie in Deutschland arbeiten werden, benötigen Sie in der Regel ein Visum, das die Erwerbstätigkeit gestattet.
  • Wenn der Aufenthalt in Deutschland nicht für länger als zwölf Monate beabsichtigt ist, dann können Sie die Visastelle bitten, ein Visum für die gesamte Aufenthaltszeit nach Art. 18 Abs. 2 SDÜ für alle Schengen Staaten erteilen. In diesem Fall müssen Sie in Bonn keine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
  • Bitte weisen Sie die zuständige Auslandsvertretung, bei der Sie Ihr Visum beantragen, darauf hin, dass für Sie als Wissenschaftler/-in gemäß § 34 Abs. 2 Aufenthaltsverordnung eine Zustimmungsfreiheit vorliegt. Das Ausländeramt in Bon muss entsprechend nicht beteiligt werden.
  • Für den Fall, dass Sie ein Visum beantragen, mit dem Sie einen Arbeitsvertrag in Deutschland unterschreiben möchten, können Sie die Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland darauf hinweisen, dass für Sie als Wissenschaftler/-in gemäß § 5 Beschäftigungsverordnung eine Zustimmungsfreiheit vorliegt. Die Agentur für Arbeit in Bonn muss entsprechend nicht beteiligt werden.
  • Bei Zweifeln oder Fragen zu Einreisebestimmungen wenden Sie sich bitte an das Team des Welcome Centers - wir helfen Ihnen gerne.

Aufenthaltserlaubnis

Während das Visum nur zur Einreise und zu kurzfristigen Aufenthalten berechtigt, benötigen Sie bei Aufenthalten, die 90 Tage übersteigen, eine Aufenthaltserlaubnis. Eine Ausnahme gilt für Staatsangehörige von EU/EWR-Staaten: Sie benötigen keine Aufenthaltserlaubnis, sondern melden ihren Wohnsitz einfach beim Bürgeramt in Bonn an.

Sofern Sie eine Aufenthaltserlaubnis benötigen und Sie Ihren Wohnsitz in Bonn haben, können Sie die Aufenthaltserlaubnis nach Einreise beim Ausländeramt der Stadt Bonn beantragen. Gerne übernimmt das Team des Welcome Centers die Terminreservierung für Sie - nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie noch vor Ablauf der Gültigkeit Ihres Visums eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland beantragen.


Ausländeramt der Stadt Bonn
Oxfordstr. 19
53111 Bonn

  • Tel: +49 (0)228-776000
  • E-Mail: termine-auslaenderamt[at]bonn.de
  • Webseite (mit Online-Terminreservierung)


Folgende Aufenthaltstitel werden unterschieden:

Aufenthaltstitel zum Zweck der Forschung (§20 AufenthG)

Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 wird für die Beschäftigung in Wissenschaft und Forschung angewendet. Eine Aufenthaltserlaubnis nach §20 kann Wissenschaftlern/-innen erteilt werden, die an der Universität Bonn einen Arbeitsvertrag haben (werden) oder für die eine wirksame Aufnahmevereinbarung zur Durchführung eines Forschungsvorhabens mit der Universität Bonn abgeschlossen wurde. 

Für die Ausstellung einer Aufnahmevereinbarung wenden sich (zukünftige) Beschäftigte der Universität Bonn bitte an die zuständige Personalabteilung. Stipendiaten/-innen erhalten ihre Aufnahmevereinbarung beim Welcome Center für internationale Forschende im International Office.


Blaue Karte EU (§19a AufenthG)

Diese Aufenthaltserlaubnis richtet sich an qualifizierte ausländische Fachkräfte. Voraussetzung für die Erteilung der Blauen Karte EU ist ein Hochschulabschluss sowie ein Arbeitsverhältnis mit einem Bruttojahresgehalt von 52.000 Euro (4.333 Euro brutto/ monatlich). In bestimmten Mangelberufen (u.a. Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, akademische und vergleichbare Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Ärzte) liegt diese Grenze bei 40.560 Euro (3.380 Euro/ monatlich).

Die Blaue Karte EU kann Wissenschaftlern/-innen erteilt werden, die einen Arbeitsvertrag an der Universität Bonn haben, der das erforderliche Bruttojahresgehalt erreicht.


Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte (§19 AufenthG)

Unter "Hochqualifizierten" versteht man Wissenschaftler/-innen mit besonderen Fachkenntnissen sowie Lehrpersonen und wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen in herausgehobener Funktion. Sie dürfen zuwandern, wenn sie einen Arbeitsplatz haben und können sofort eine Niederlassungserlaubnis (unbefristet) erhalten. Diese berechtigt automatisch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Ehepartner erhalten in der Regel den gleichen Aufenthaltstitel.

Eine Aufenthaltserlaubnis nach §19 ist automatisch eine Niederlassungserlaubnis. Sie kann Wissenschaftler/-innen erteilt werden, die in herausragender Position tätig sind (z.B. Professorinnen und Professoren).

 

Artikelaktionen