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Sie sind hier: Startseite Forschung Forschungsprofil Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft Gestatten Oliver Kirui, Post-Doc am ZEF

Für die Kids – Landwirtschaftliches Wachstum und Ernährungssicherheit in Afrika fördern

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"Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn arbeitet an der Spitze der Entwicklungsforschung, in der Studierende aufgefordert sind, Lösungen für die aktuellen globalen Herausforderungen zu finden. Das ZEF setzt sich dafür ein, die beste Lernumgebung zu schaffen und die nötigen Ressourcen anzubieten, damit Studierende erfolgreich forschen können." (Foto: Volker Lannert)

Null Hunger: "Durch meine Forschung kann ich zu einem nachhaltigen Wachstum der Landwirtschaft und zur Ernährungssicherheit in Afrika und Indien beitragen."

 

5. wheat Farm_intext.jpgBodenerosion ist eine große Herausforderung in Ostafrika. Die Gemeinden sind auf ihre natürlichen Ressourcen angewiesen. Doch durch Überweidung, Entwaldung, Verstädterung und Wüstenbildung, werden Boden und Ressourcen erschöpft oder beschädigt. Diese Abwärtsspirale betrifft oft die Ärmsten der Armen in ländlichen Gebieten.

Dr. Oliver Kirui ist Postdoktorand am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF). Er kommt aus Kenia und studierte Agrarökonomie in Nairobi und Pretoria, bevor er 2016 am ZEF promovierte. Heute arbeitet er mit dem Programm für begleitende Forschung für landwirtschaftliche Innovation (PARI) zusammen, um Innovationen zu unterstützen, die ein nachhaltiges landwirtschaftliches Wachstum und Ernährungssicherheit in Afrika und Indien fördern.

"Durch meine Forschung beteilige ich mich an den Kernthemen und Forschungsschwerpunkten, die von CAADP festgelegt wurden - Afrikas politischer Rahmen für die Transformation der Landwirtschaft, die Schaffung von Wohlstand, Ernährungssicherheit und Ernährung, Wirtschaftswachstum und Wohlstand für alle. Meine Forschung bringt auch die kürzlich von der UN ratifizierten Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung voran."

Konkret geht es bei Oliver's aktueller Forschungsarbeit darum, vielversprechende Innovationen entlang der landwirtschaftlicher Lebensmittel-Wertschöpfungsketten in 14 Ländern Afrikas (Benin, Burkina Faso, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Tansania, Togo, Tunesien, Sambia und Mosambik) und Indien zu ermitteln und zu unterstützen. Darüber hinaus ist er an der Bewertung von nachhaltiger landwirtschaftlicher Intensivierung und Mechanisierung beteiligt.

Während seiner Doktorarbeit untersuchte Oliver den Zustand der Bodenerosion zwischen 1982 und 2006 in vier afrikanischen Ländern: Äthiopien, Tansania, Kenia, Malawi (siehe Abbildung unten). In seiner Forschung konnte er feststellen, dass eine nachhaltige Landnutzung weniger kostspielig ist: mit einem durchschnittlichen Ertrag von 4,28 US-Dollar für jeden US-Dollar, der für die Kontrolle oder Verhinderung von Bodendegradation ausgegeben wird.

Ethiopia und Tanzania

In Rot sind Gebiete, in denen von 1982 bis 2006 sich die Bodenverhältnisse verschlechtert haben. In Grün sind die wenigen Gebiete, in denen sich die Bodenerosion verbessert habt.

Diese Generation für die nächste schulen

Um eine nachhaltige Nutzung von Land und Ressourcen zu ermöglichen und die nächste Generation für das Arbeiten in der Landwirtschaft zu gewinnen, ist eine Reform der landwirtschaftlichen Berufsbildungs- und Ausbildungssysteme erforderlich. Technisches Wissen und unternehmerische Fähigkeiten werden auf betrieblicher Ebene sowie entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette benötigt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig sowie wettbewerbsfähig zu sein.

Oliver bewertet verschiedene Initiativen, die sich um Fragen kümmern wie: Warum ist der Fokus auf die ländliche Jugend in Afrika jetzt so wichtig? Was könnte der richtige Weg zur Transformation von Landwirtschaft in der Zeit des raschen technologischen Wandels sein? Was können Regierungen, Entwicklungsagenten, Privatwirtschaft, Geber- und Forschungsgemeinschaften, NGOs usw. tun, um die enorme Jugendarbeitslosigkeit in Afrika anzugehen?

"Ich arbeite mit verschiedenen Interessengruppen zusammen, um die Ökonomie der Bodenerosion, d.h. ihre sozialen Kosten, zu analysieren und die Ergebnisse dieser Analyse zu nutzen, um kostenwirksame Gegenmaßnahmen zu ermitteln. Ich versuche, die Ressourcen aus der Perspektive der Gemeinde zu sehen. Deren Fokus richtet sich auf die Güter, die sie ernten können wie Nahrungsmittel, Brennholz, Holz, Holzkohle usw., aber selten das größere Gut, wie saubere Luft, Bodenbildung und Verschmutzungskontrolle."

Erfahren Sie mehr über seine Forschung in der Fotogalerie seiner neuesten Forschungsreise.

Ausgewählte Publikationen und Konferenzen von Oliver Kirui

Publikationen

 

Konferenzen

Gestatten Poornima Thapa, Doktorandin am ZEF

"In meiner Forschung konzentriere ich mich auf den Alltag von Frauen. Der wird im Entwicklungsdiskurs oft übersehen oder vernachlässigt."

Doktorandenprogramm am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

"Wir alle haben das Ziel, eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten." Dr. Günther Manske, akademischer Koordinator. Erfahren Sie mehr über das Doktorandenprogramm.

 
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