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Das Nagoya-Protokoll im Laufe eines Forschungsprojektes

Wenn Sie ein Forschungsprojekt an der Universität Bonn durchführen, kann Ihnen das Nagoya – Protokoll in verschiedenen Phasen begegnen:
 
Projektplanung/ Zeitpunkt der Antragstellung/ Mitteleinwerbung:
 
Bitte überlegen Sie rechtzeitig, welche genetische Ressource und / oder traditionelles Wissen aus welchem Land Sie für Ihr Forschungsprojekt benötigen. Können Sie eine genetische Ressource und / oder traditionelles Wissen nutzen, das nicht in den Anwendungsbereich des Nagoya-Protokolls fällt oder für das vom bereitstellenden Land Genehmigungsverfahren etabliert wurden, ist das zu empfehlen.
 
Sofern Sie auf genetische Ressourcen und / oder traditionelles Wissen zurückgreifen, das in den Anwendungsbereich des Nagoya-Protokolls fällt, sollten Sie frühzeitig sicherstellen, dass Sie die genetische Ressource und / oder das darauf bezogene traditionelle Wissen gemäß der Vorgaben des Nagoya-Protokolls nutzen können. Das ist auf zwei Wegen möglich: 
·        International anerkanntes Zertifikat oder, sofern ein solches nicht vorliegt, über 
·        PIC (Zustimmung zur Nutzung) und ggf. MAT (vertragliche Vereinbarung von Zugangsbedingungen). PIC und MAT werden mit dem Land, das den Zugang gewährt, verhandelt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Ansprechpartner in Abt. 7.1 Forschungsförderung und ggf. Ihrem Projektpartner. Ergänzende Informationen zu Fragen im Rahmen der Antragstellung erhalten Sie auch bei der DFG.
 
Im Laufe des Projektes:
 
Sofern nicht bereits geschehen, ist das Nutzungsrecht gemäß der Vorgaben des Nagoya-Protokolls (International anerkanntes Zertifikat oder PIC und MAT) einzuholen und zu dokumentieren. Bei finanziell geförderten Projekten ist eine Sorgfaltserklärung abzugeben nach Eingang der ersten Finanzierungsrate, spätestens bei Projektabschluss. Die Vorlage für die Sorgfaltserklärung finden Sie hier. Bitte füllen Sie das Formular aus und reichen Sie es ihrem zuständigen Projektmanager in Abteilung 7.2 im Forschungsdezernat ein. Dies gilt auch bei Verbundprojekten. Bitte informieren Sie den Koordinator entsprechend.
 
Ende des Projektes:
 
Aufbewahrung für Unterlagen zum International anerkannten Zertifikat oder PIC und MAT für die Dauer von 20 Jahren. Die Aufbewahrung der Sorgfaltserklärung im Original erfolgt in der Projektakte im Forschungsdezernat.
 
Erfindungsmeldung:
 
Nachweise über das International anerkannte Zertifikat oder PIC und MAT müssen über das Forschungsdezernat, Abteilung 7.1, Sachgebiet Drittmittelverträge und Technologietransfer bei der Patentanmeldung eingereicht werden.
 
Kommerzialisierung:
 
Abgabe einer weiteren Sorgfaltserklärung bei erstmaliger kommerzieller Nutzung durch
·        Beantragung der Marktzulassung oder Genehmigung oder in Verkehr bringen eines Produktes oder Verkauf der Ergebnisse der Nutzung innerhalb der EU, das durch Nutzung von genetischen Ressourcen und/oder darauf bezogenem traditionellen Wissen entwickelt wurde.
·        Abschluss der Nutzung der genetischen Ressourcen und / oder darauf bezogenem traditionellen Wissen innerhalb der EU und Weitergabe/Verkauf der Ergebnisse an Person außerhalb der EU.
 
Bitte reichen Sie die Sorgfaltserklärung im Forschungsdezernat, Abteilung 7.1, Sachgebiet Drittmittelverträge und Technologietransfer ein. 
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