Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Forschung Drittmittel und Projekte BMBF-Verbundprojekte NamTip - Desertifikations-Kipppunkte verstehen und bewältigen

NamTip - Desertifikations-Kipppunkte verstehen und bewältigen

NamTip - Desertifikations-Kipppunkte verstehen und bewältigen - eine namibische Perspektive


Sprecherin:

PD Dr. Linstädter 
INRES - Abteilung Pflanzenernährung
Karl-Robert-Kreiten Str. 13
53115 Bonn


Projekt:

Seit einigen Jahren rücken Kipppunkte (oder "Tipping Points") in Ökosystemen immer mehr in den Fokus von Wissenschaftlern und Umweltmanagern. Veränderte Umweltbedingungen können in Kombination mit wachsendem Nutzungsdruck dazu führen, dass Ökosysteme plötzlich kollabieren oder "umkippen". Aufgrund der engen Verzahnung von Natur und Gesellschaft sind diese Tipping Points noch nicht gut verstanden - oft kommen sie als unangenehme Überraschungen. Sie können jedoch schwerwiegende ökologische und sozial-ökonomische Auswirkungen haben, die schlimmstenfalls unumkehrbar sind.

Eine große Rolle spielen Kipppunkte auch in Trockengebieten. Wenn Weiden stark übernutzt werden, können sie - zum Beispiel infolge einer Dürre - rasch "umkoppen". Ausdauernde Futtergräser gehen dauerhaft verloren, und zurück bleibt karger, nackter Boden. Diese Wüstenbildung oder Desertifikation ist auch in Namibia ein drängendes Problem; der Klimawandel wird die Wahrscheinlichkeit für das Überschreiten von Wüstenbildungs-Kipppunkten noch drastisch erhöhen. Hier kann fächerübergreifende, anwendungsbezogene Forschung einen wichtigen Beitrag leisten. Im NamTip-Projekt wollen daher Wissenschaftler und Interessensvertreter gemeinsam daran arbeiten, Wüstenbildungs-Kipppunkte und ihre Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der namibischen Farmer besser zu verstehen. Gleichzeitig wollen sie Möglichkeiten ausloten, solch ungewollte Effekte zu vermeiden - beispielsweise durch geeignete Frühwarnsysteme.

Das NamTip-Projekt bringt Experten aus vielen Bereichen zusammen. Neben deutschen und namibischen Forschern aus den Natur- und Sozialwissenschaften sind es Weidemanager, Politikexperten, Pädagogen und Kommunikatoren, die jeweils einen wesentlichen Teil des Puzzles liefern.

Hompage 

 

 

 
Artike
Homepage
Artikelaktionen