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HyReKA

HyReKA: Biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern

 

Sprecher Standort Bonn:

Prof. Dr. Thomas Kistemann
Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) 
Universitätsklinikum Bonn
Sigmund-Freud Str. 25
53105 Bonn


Projekt:
 

Der Forschungsverbund HyReKA wurde ins Leben gerufen, um einen aktiven Beitrag zum umweltbezogenen Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten. Er setzt sich aus Forschern verschiedener Fachrichtungen (Mediziner, Biologen, Geografen, Ingenieure, Agrarwissenschaftler, Lebensmitteltechnologen und Ernährungswissenschaftler), kommunalen Wasserwirtschaftsbetrieben und Industriepartnern zusammen.

Folgende Ziele hat der Verbund sich gesetzt:

  • Einträge von antibiotikaresistenten Bakterien, Antibiotikaresistenzgenen und Antibiotikarückständen in die Umwelt, zum Beispiel durch Abwässer aus Krankenhäusern, kommunalen Abwässern oder auch Abwässern aus Tiermastbetrieben qualitativ und quantitativ zu untersuchen. Damit sollen Belastungssituationen und Verbreitungswege identifiziert und Risikopotentiale abgeschätzt werden können.
  • Das Übertragungsrisiko aus dem Umweltbereich, aus der Landwirtschaft oder Tiermast zurück zum Menschen, im Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Lebensmitteln zu charakterisieren (Microbial Dissemination).
  • Die Rückverfolgbarkeit von antibiotikaresistenten Erregern und Resistenzgenen aus Abwässern auf deren Ursprungsorte im Sinne des Microbial Source Tracking soll geprüft werden.
  • Innovative technische Verfahren der Abwasseraufbereitung an Kläranlagen sollen die Verbreitungspfade dieser Erreger unterbrechen.
  • Auf der Basis der Ergebnisse des HyReKA-Verbundprojekts werden letztlich Handlungsempfehlungen formuliert, die dazu dienen sollen, angepasste behördliche Regularien für die identifizierten Risikobereiche zu erstellen.

Auf Basis der Ergebnisse soll die Bevölkerung vor der Ausbreitung aus der Umwelt stammender antibiotikaresistenter Erreger geschützt werden. Damit können auch Einsparungen im Gesundheitswesen erzielt und die Wirksamkeit neuer Antibiotika längerfristig geschützt werden.


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