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Sozialversicherung

Titelbild_Versicherungen_Colourbox


Damit Sie sich während Ihres Aufenthaltes in Bonn voll und ganz auf die Forschung konzentrieren können, ist es unabdinglich, dass Sie sich bereits vor der Abreise nach Deutschland über notwendige Versicherungen informieren. 

Am wichtigsten ist eine in Deutschland anerkannte Krankenversicherung, die ab dem ersten Tag und während der gesamten Dauer Ihres Aufenthaltes für Sie und eventuell mitreisende Familienmitglieder gültig sein muss. Eine Krankenversicherung ist Pflicht in Deutschland. Ein entsprechender Nachweis wird bereits beim Visumsantrag benötigt.

Da es für Beschäftigte, Stipendiaten/innen und Beamte/innen sehr unterschiedliche Bedingungen zu beachten gilt, haben wir für die entsprechenden Zielgruppen alle wichtigen Informationen zusammengestellt.

Informationen für Beschäftigte (mit Arbeitsvertrag)

Deutschland hat ein gut funktionierendes System der sozialen Sicherung. Als sozialversicherungspflichtig beschäftigte/r Arbeitnehmer/in an der Universität Bonn sind Sie daher grundsätzlich gegen die größten Risiken abgesichert – etwa bei Krankheit, Arbeitsunfällen, Arbeitslosigkeit oder im Alter.

Die deutsche Sozialversicherung gliedert sich in fünf Zweige: 

Krankenversicherung

Als Beschäftigte/r der Universität Bonn besteht für Sie in der Regel eine Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse, die Sie frei wählen können. Ihr Gastinstitut übernimmt zu Beginn Ihrer Tätigkeit die zur Anmeldung bei der Krankenkasse erforderlichen Schritte. Bitte teilen Sie dem Gastinstitut mit, wenn Sie sich für eine bestimmte Krankenkasse entschieden haben. Ansonsten werden Sie von der Universität automatisch bei einer Krankenkasse versichert. Die Krankenkasse leitet die Anmeldung dann an alle anderen Träger der Sozialversicherung weiter. Sie erhalten dann abschließend vom Träger der Rentenversicherung Ihre Sozialversicherungsnummer.

Wenn Ihr Bruttogehalt über der Versicherungspflichtgrenze von 56.250 EUR/Jahr (2016) liegt, besteht für Sie keine Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse und Sie können sich privat oder freiwillig bei einer gesetzlichen Kasse krankenversichern.

Für alle gesetzlichen Krankenversicherungen gilt ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 % (2016), der je zur Hälfte von den Arbeitnehmer/innen und den Arbeitgebern zu tragen ist. Der Arbeitnehmeranteil sowie mögliche Zusatzbeiträge werden direkt vom monatlichen Bruttogehalt abgezogen. Im Rahmen von Familienversicherungen können Sie Ihre Kinder und Ehepartner in Deutschland kostenlos mitversichern.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind weitgehend festgelegt, jedoch gibt es Unterschiede beim Kundenservice, bei den Zusatzleistungen und Wahltarifen. Es lohnt sich daher durchaus, die Krankenkassenleistungen miteinander zu vergleichen.

Praktisch: Im Gegensatz zu privaten Krankenversicherungen werden anfallende Kosten beim Arzt oder im Krankenhaus direkt von der gesetzlichen Krankenkasse beglichen. 

Wahl der Krankenkasse

Es gibt in Deutschland über hundert Krankenkassen, die die Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung wahrnehmen. Aus Erfahrung empfehlen wir jedoch die Mitgliedschaft  bei einer Krankenkasse mit Niederlassung in Bonn, sodass Sie bei Bedarf auch eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen können.

Folgende uns bekannte Krankenkassen haben eine Niederlassung in Bonn:

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherung. Sie schützt die/den Versicherte/n und ihre/seine Familie, wenn die Erwerbsfähigkeit gefährdet oder gemindert ist und wenn sie durch Alter oder Tod endet. Sie bietet medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, berufliche Rehabilitation, Renten wegen voller Erwerbsminderung, Altersrenten und Hinterbliebenenrenten.

Die gesetzliche Rentenversicherung wird direkt vom Bruttogehalt abgeführt. Dabei übernimmt in der Regel der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge für die Rentenversicherung, der/die Arbeitnehmer/in die andere Hälfte.

Der Arbeitgeber meldet seine/n Arbeitnehmer/in bei der jeweiligen Krankenkasse an, die dann automatisch die Meldung bei allen anderen Trägern der Sozialversicherung vornimmt.

Anrechnung von Rentenzeiten

EU-Mitgliedstaaten oder Abkommenspartner müssen bei der Prüfung ihrer Anspruchsvoraussetzungen Rentenzeiten, die in Deutschland geleistet wurden, berücksichtigen. Versicherungszeiten aus einem Staat, mit dem die Bundesrepublik Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, können nicht mit deutschen Versicherungszeiten zur Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen zusammengerechnet werden.

Wenn Sie im Laufe Ihres Berufslebens in verschiedenen Staaten gearbeitet und Beiträge in die jeweilige Sozialversicherung geleistet haben, sollten Sie sich rechtzeitig bei den Versicherungsträgern der einzelnen Staaten nach Ihren Ansprüchen erkundigen. Beachten Sie, dass die Mindestzeiten, die man gearbeitet haben muss, um überhaupt einen Rentenanspruch zu haben, von Land zu Land variieren können. Grundsätzlich gilt, dass die Zahlung einer Gesamtrente durch einen Staat unter Berücksichtigung der Versicherungszeiten in den anderen Staaten nicht vorgesehen ist. Ausnahmen bestehen nur zur Vermeidung von Kleinstrenten.

In jedem Land, in dem Sie versichert waren und Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet haben, bleiben die Rentenversicherungsbeiträge daher solange bestehen, bis das nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Staates vorgesehene Rentenalter erreicht ist. Der Versicherungsträger jedes Staates gewährt Renten nach seinen nationalen Vorschriften. Das bedeutet, dass Sie unter Umständen verschiedene Renten beziehen werden.

Erstattung von Rentenbeiträgen

Wenn Sie in ein Land zurückkehren, mit dem Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, können Sie sich Ihre in Deutschland gezahlten Rentenbeiträge zurückerstatten lassen. Nach einer Wartefrist von zwei Jahren können Sie bei der Deutschen Rentenversicherung einen Antrag auf Rückerstattung der Beiträge stellen. Mehr Informationen zur Erstattung von Rentenbeiträgen finden Sie im Internetportal der Deutschen Rentenversicherung.

Beratung zur Rentenversicherung

Wir empfehlen Ihnen, sich spätestens vor Ihrer Abreise aus Deutschland bei der Deutschen Rentenversicherung über Ihre in Deutschland erworbenen Rentenansprüche oder über eine mögliche Erstattung der Beiträge beraten zu lassen. Das Welcome Center vermittelt Ihnen gerne einen Termin bei einem/r Berater/in der Deutschen Rentenversicherung.

Deutsche Rentenversicherung
Service-Zentrum
Rabinstr. 6
531113 Bonn

Tel: +49 (0)228 2808-01
E-Mail: service-zentrum.bonn[at]drv-rheinland.de

Betriebliche Altersversorgung

Als Beschäftigte/r an der Universtät Bonn sind Sie in der Regel zusätzlich in der VBL, der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, pflichtversichert. Die VBL gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung.

Der Beitrag für pflichtversicherte Arbeitnehmer/innen ist auf einen bestimmten Prozentsatz festgelegt. Beschäftigte mit einer befristeten wissenschaftlichen Tätigkeit an Hochschulen können sich von der Pflichtversicherung bei der VBL befreien lassen. Ihr Arbeitgeber muss Sie jedoch dann in der freiwilligen Versicherung der VBL anmelden; hier zahlt nur der Arbeitgeber einen – dann allerdings geringeren – Beitragssatz an die VBL. Den Antrag auf Befreiung können Sie innerhalb von zwei Monaten nach Beginn der Beschäftigung in der Personalabteilung stellen.

Die VBL berät Sie über Ihre Rentenansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung und, sofern Sie weniger als 60 Monate in der Pflichtversicherung versichert waren, über die Möglichkeit einer Erstattung Ihrer Beiträge.

Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)
Hans-Thoma-Str. 19
76133 Karlsruhe

Tel: +49 (0)721 93 98 93 1
E-Mail: Formular

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherung. Sie bietet einen Versicherungsschutz für erwerbslose Menschen, damit diese während ihrer Arbeitssuche ein gesichertes Einkommen haben.

Wenn Sie vor der Arbeitslosigkeit in Deutschland gearbeitet haben und in den letzten drei Jahren 360 Kalendertage versicherungspflichtig beschäftigt waren und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, haben Sie in der Regel einen Anspruch auf deutsches Arbeitslosengeld. Beschäftigungszeiten aus den EU-Mitgliedstaaten/EWR-Staaten sowie der Schweiz können dabei auch berücksichtigt werden.

Die Arbeitslosenversicherung wird direkt vom Gehalt abgeführt. Der/die Arbeitnehmer/in muss sich nichtdarum kümmern. In der Regel übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge, der/die Arbeitnehmer/in die andere Hälfte. Der Arbeitgeber meldet seine/n Arbeitnehmer/in bei der jeweiligen Krankenkasse, die dann die Meldung bei allen anderen Trägern der Sozialversicherung automatisch übernimmt.

Inwieweit die Beitragszeiten in Deutschland  von der Arbeitslosenversicherung in anderen Ländern anerkannt werden, müssen Sie im jeweiligen Land in Erfahrung bringen. Falls Sie in ein Land zurückkehren, welches keinSozialversicherungsabkommen mit Deutschland hat, ist es nicht möglich, dort deutsches Arbeitslosengeld zu beziehen. Die Beiträge werden in diesem Fall auch nichtzurückerstattet. 

Träger der Arbeitslosenversicherung ist die Bundesagentur für Arbeit mit ihren örtlichen Agenturen für Arbeit.

Agentur für Arbeit Bonn
Villemombler Str. 101
53123 Bonn

Tel: +49 (0)800 4 5555 00
E-Mail: Formular

Unfallversicherung

Die Berufsunfallversicherung stellt eine weitere Säule der gesetzlichen Sozialversicherung dar. Jede/r Arbeitnehmer/in ist durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Unter den Versicherungsschutz fallen Unfälle, die sich am Arbeitsplatz sowie auf dem Weg dorthin und zurück ereignen. Zudem sind auch Berufskrankheiten versichert. Sie gilt nicht für private Unfälle.

Wenn man keine Berufsunfallversicherung aufweisen kann, werden die Behandlungskosten nach einem Unfall zwar von der Krankenversicherung bezahlt, jedoch wird ein Unterschied erst nach schweren Unfällen deutlich. Vor allem wenn teure Rehabilitationsmaßnahmen notwendig werden, verweigern Krankenkassen die mit hohen Kosten verbundenen Maßnahmen häufig komplett oder übernehmen diese nur zum Teil. Im Gegensatz zu den Krankenkassen kommen die Berufsgenossenschaften als Träger der Unfallversicherung normalerweise für alle nötigen Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen, sofern sie medizinisch notwendig sind, auf.

Im Falle einer Invalidität oder des Todes zahlt die Berufsunfallversicherung eine Invaliditätsrente, beziehungsweise Hinterbliebenenrente. Beschäftigte sind in der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft pflichtversichert, die Beiträge werden in voller Höhe vom Arbeitgeber gezahlt.

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Sankt-Franziskus-Str. 146
40470 Düsseldorf

Tel: +49 (0)211 9024 0
E-Mail: info[at]unfallkasse-nrw.de

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung, die unmittelbar an die Krankenversicherung gekoppelt und automatisch mit dieser abgeschlossen wird, ist Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherung.

Die Pflegeversicherung hilft denjenigen Menschen, die pflegebedürftig und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Sie umfasst die Leistungen der häuslichen und stationären Pflege.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden direkt vom Bruttogehalt abgeführt. Dabei übernimmt in der Regel der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge für die Pflegeversicherung, der/die Arbeitnehmer/in die andere Hälfte. Kinderlose Arbeitnehmer/innen zahlen darüber hinaus einen Beitragszuschlag von 0,25% des Bruttogehalts.

Der Arbeitgeber meldet seine/n Arbeitnehmer/in bei der jeweiligen Krankenkasse an, die dann die Meldung bei allen anderen Trägern der Sozialversicherung automatisch vornimmt.

Informationen für Stipendiaten/innen (ohne Arbeitsvertrag)

Wenn Sie Ihren Forschungsaufenthalt in Bonn im Rahmen eines Stipendiums verbringen oder durch eigene Mittel finanzieren, dann sind Sie in Deutschland in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. Dennoch gilt auch für Sie, dass Sie vom ersten Tag an und während der gesamten Dauer Ihres Aufenthaltes krankenversichert sein müssen. 

Krankenversicherung

Wenn Sie Ihren Forschungsaufenthalt in Bonn mit einem Stipendium oder aus Eigenmitteln finanzieren, sind Sie nicht sozialversicherungspflichtig an der Universität Bonn beschäftigt. Sie können daher in Deutschland nur eine private Krankenversicherung abschließen. 

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sind die Beiträge in der privaten Krankenversicherung nicht abhängig vom Einkommen, sondern richten sich nach verschiedenen Kriterien, die das Risikoprofil abbilden wie Alter, Beruf, Gesundheitszustand und dem von Ihnen gewünschten Versicherungsschutz. Je umfangreicher die gewünschten Leistungen, desto höher ist der Beitrag.

Privatpatienten/innen werden persönliche Rechnungen ausgestellt; Sie müssen diese selbst begleichen und bekommen das Geld später von der Versicherung erstattet. Jedes Familienmitglied benötigt eine eigene Versicherung.

Private Krankenversicherungen

Wenn Sie eine private Krankenversicherung abschließen möchten oder müssen, so haben Sie die Wahl zwischen über 40 Versicherungsunternehmen.

Eine Übersicht aller Unternehmen finden Sie hier:


Einige Unternehmen bieten spezielle Produkte für ausländische Gastwissenschaftler/innen und Stipendiaten/innen an, die sich nur für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland aufhalten. Diese Angebote können Sie meist schon online vom Heimatland aus abschließen und umfassen häufig auch eine Unfall- und Haftpflichtversicherung. Uns sind folgende Anbieter bekannt:

EU-Staatsangehörige

Wenn Sie in Deutschland nicht erwerbstätig sind und bei Ihrer Krankenversicherung im Heimatland weiterhin Beiträge zahlen, kann ihre Versicherung häufig in Deutschland anerkannt werden.

Sollten Sie sich nur für einen kürzeren Forschungsaufenthalt in Deutschland befinden, fragen Sie bei ihrer Krankenversicherung im Heimatland nach der „Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC)“. Diese deckt jedoch nur Notfälle ab.

Für erweiterten Schutz beantragen Sie bei Ihrem Krankenversicherungsträger im Heimatland das Europäische Dokument S1. Dieses Formular legen Sie in Deutschland einer gesetzlichen Krankenkasse Ihrer Wahl vor. Sie haben dann Anspruch auf alle Sachleistungen, deren Kosten nach den geltenden Rechtsvorschriften in Deutschland übernommen werden, so als wären Sie hier versichert.  

Die anfallenden Kosten werden der von Ihnen gewählten gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland von Ihrem Krankenversicherungsträger in der Heimat erstattet.


Rentenversicherung

Als Stipendiat/in ohne Beschäftigungsverhältnis sind Sie in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig und zahlen entsprechend auch nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Um jedoch Lücken in Ihrer Rentenbiographie zu vermeiden, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Versicherunng bei der Deutschen Rentenversicherung während der Stipendienlaufzeit.

Unfallversicherung

Eingeschriebene Stipendiaten/innen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Wenn Sie jedoch weder an der Universität immatrikuliert sind, nocheinen Arbeitsvertrag haben, sind Sie möglicherweise nicht über die Universität versichert und müssen sich gegebenenfalls um jeglichen Versicherungsschutz selbst kümmern. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig darüber zu informieren, inwiefern der gesetzliche Unfallversicherungsschutz in Ihrem Fall greift.

Informationen für Beamte/innen

Auch wenn für Sie die Ernennung zur Beamtin oder zum Beamten geplant ist, sind Sie nicht sozialversicherungspflichtig. Für Sie gelten dann besondere Regelungen. 

Hinweise für Beamte/innen

Eine Beamtin bzw. ein Beamter ist eine von einem Dienstherrn in ein öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnis berufene Person (z.B. Professorinnen und Professoren). Aufgrund dieses speziellen Arbeitsverhältnisses gelten für diese Gruppe oftmals gesonderte Regelungen.

Einer der wichtigsten Unterschiede ist, dass Beamtinnen und Beamte von der Sozialversicherungspflicht befreit sind. Statt der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zahlt die sogenannte Beihilfe anteilig in Krankheits-, Pflege-, und Geburtsfällen die anfallenden Kosten. Da hierdurch aber nicht die gesamten Kosten gedeckt werden, besteht für Beamtinnen und Beamte die Pflicht, sich privat um eine adäquate Kranken- und Pflegeversicherung zu kümmern. In der Regel versichern sich Beamtinnen und Beamte daher in einer beihilfekonformen Pflegeversicherung und einer privaten Krankenvollversicherung. Auch Kinder und nicht gesetzlich versicherungspflichtige Ehepartnerinnen und Ehepartner können beihilfeberechtigt sein.

Wenn die verbeamtete Person allerdings nicht privat versichert sein möchte oder sich aufgrund anderer Faktoren, wie beispielsweise bestehender Vorerkrankungen nicht privat versichern kann, besteht die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich zu versichern. In diesem Fall greift die Beihilfe allerdings nicht mehr.

 

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