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Finanzen

Kind und Studium miteinander zu vereinen, stellt studierende Eltern vor eine große Herausforderung. Wenn finanzielle Sorgen hinzukommen, ist der erfolgreiche Abschluss des Studiums nicht mehr gewährleistet. Informieren Sie sich hier über Möglichkeiten der Finanzierung.

BAföG

Studierende, die BAföG beziehen, erhalten ab dem Wintersemester 2016 auf Antrag einen Kinderbetreuungszuschlag von 150,00 € pro Monat für jedes Kind.

Eine tabellarische Übersicht findet sich auf der Internetseite des Verbands der Deutschen Studentenwerke:

DEUTSCHES STUDENTENWERK

Weiterhin kann die Förderungshöchstdauer auf Antrag "überschritten" werden:

    1. für die Schwangerschaft: um 1 Semester
    2. bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres des Kindes: um 1 Semester pro Lebensjahr
    3. für das 6. und 7. Lebensjahr des Kindes: um insgesamt 1 Semester
    4. für das 8. bis 10. Lebensjahr des Kindes: um insgesamt 1 Semester

    BAföG kann, bei entsprechenden Nachweisen über Pflege und Erziehung des Kindes, außerdem über die Altersbegrenzung von 30 Jahren hinaus gewährt werden.

    Bei konkreten Fragen zur Antragsstellung, wenden Sie sich bitte an die BAföG-Beratung des Studierendenwerks.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

    Mutterschaftsgeld

    Als Studierende erhalten Sie Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse, wenn Sie zu Beginn der Schutzfristen in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und freiwillig oder pflichtversichert sind.

    Um zu überprüfen, ob Sie tatsächlich Anspruch auf Leistungen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

    Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt

    Vom Bundesversicherungsamt erhalten Sie eine Einmalzahlung von 210 €, wenn Sie:

    • in der gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sind und
    • in einem Arbeitsverhältnis stehen (auch geringfügige Beschäftigung)

    Weitere Informationen erhalten Sie über die Internetseite des Bundesversicherungsamtes.

    Elterngeld

    Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung und wird bislang maximal 14 Monate gewährt. Mit dem ElterngeldPlus gibt es für Studierende keine maßgeblichen Änderungen. Sie erhalten mit dem Basis-Elterngeld weiterhin mindestens 300 €. 

    Mit dem Elterngeld Plus können sie lediglich die Hälfte des Mindestbetrags für einen längeren Zeitraum beziehen. Wie bisher wird das Elterngeld auf das Arbeitslosengeld II angerechnet, bei der Berechnung des BAföG bleibt ein Elterngeld-Betrag von 300 € unberücksichtigt.

    Umfassende Informationen finden Studierende außerdem in der Broschüre Elterngeld.

    Studierende, die ihren Wohnsitz in Bonn haben,  beantragen Elterngeld beim Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn.

    Kindergeld

    Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt:

    • für das erste und zweite Kind monatlich 204 €
    • für das dritte Kind monatlich 210 €
    • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 235 €

    Stand: 01.07.2019

     

    Kindergeld gibt es grundsätzlich:

    • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr
    • für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr
    • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr

    Die Auszahlung des Kindergeldes erfolgt in der Regel durch die Familienkasse. Diese ist bei der Agentur für Arbeit angesiedelt. Den Antrag können Sie online ausfüllen.

     

    Unterhaltsvorschuss

    Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und beträgt ab Juli 2019:

    • für Kinder bis 5 Jahren von 150 € monatlich,
    • für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 202 € monatlich,
    • für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 272 € monatlich.

     

    Kinderzuschlag

    Kinderzuschlag ist für Eltern vorgesehen, die zwar mit dem eigenem Einkommen ihren (elterlichen) Bedarf abdecken (Bemessungsgrenze) können, jedoch ohne den Kinderzuschlag wegen des Bedarfs der Kinder Anspruch auf Arbeitslosengeld II hätten.

    Eltern haben Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre unverheirateten, unter 25 Jahre alten Kinder, die in ihrem Haushalt leben, wenn:

    • für diese Kinder Kindergeld oder eine das Kindergeld ausschließende Leistung bezogen wird
    • die monatlichen Einnahmen der Eltern die Mindesteinkommensgrenze von 900 € für Elternpaare und 600 € für Alleinerziehende erreichen
    • das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze (Bemessungsgrenze zuzüglich Gesamtkinderzuschlag) nicht übersteigt 
    • der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag und evtl. zustehendem Wohngeld gedeckt ist und deshalb kein Anspruch auf ALG II besteht.

    Der Kinderzuschlag beträgt maximal 170 € monatlich je Kind und deckt zusammen mit dem Kindergeld in Höhe von monatlich 192 € den durchschnittlichen Bedarf von Kindern.

    Anträge können über die Familienkasse der Agentur für Arbeit (Bonn: Seite 11) gestellt werden.

    Bundesstiftung Mutter und Kind

    Die "Bundesstiftung Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" hilft schwangeren Frauen in Notlagen. Eine Notlage liegt vor, wenn die Einkünfte den finanziellen Bedarf für Schwangerschaft, Geburt sowie Pflege und Erziehung des Kindes nicht decken und andere staatliche Leistungen nicht rechtzeitig oder ausreichend zur Verfügung stehen. Es handelt sich um eine einmalige finanzielle Unterstützung, z.B. für die Erstausstattung des Kindes. Die Unterstützung ist bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle zu beantragen. Ein Beratungstermin sollte rechtzeitig vereinbart werden, denn der Antrag zur finanziellen Unterstützung muss vor der Geburt eingereicht werden.

    Stipendium

    Stipendien werden in der Regel aufgrund von besonders guten Leistungen oder politischen und sozialen Kriterien gewährt. Um ein Stipendium zu erhalten, muss man sich in der Regel bei einer Stiftung auf schriftlichem Weg bewerben. Eine Zusammenstellung der verschiedenen Begabtenförderungswerken finden Sie hier.

    Wohngeld

    Wenn Sie als Studierende BAföG erhalten, können Sie kein kommunales Wohngeld beantragen. Allerdings gibt es hier Ausnahmeregelungen. So können Sie beispielsweise während eines Urlaubssemesters Wohngeld beantragen. Wenn außerdem nicht alle Haushaltsmitglieder durch BAföG förderbar sind, kann für diese Personen Wohngeld beantragt werden. Dann erhalten Sie für Ihr/e Kind/er Wohngeld. Voraussetzung ist dabei stets, dass das Einkommen der Familie zur Deckung der Wohnkosten nicht ausreicht. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie über die Internetseite der Stadt Bonn.

     

     

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