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Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Arbeitnehmerinnen während einer Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes. Es gilt auch für Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende, befristet beschäftigtes Personal und für Schülerinnen und Studentinnen.

MutterschutzIn der Regel beginnt die Mutterschutzfrist sechs Wochen vor der Geburt. In dieser Zeit dürfen werdende Mütter nicht beschäftigt werden, es sei denn, sie erklären sich ausdrücklich zur Arbeitsleistung bereit. Für die acht Wochen Frist nach der Geburt gilt ein Beschäftigungsverbot. Bei Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten erhöht sich die Frist auf 12 Wochen.

Besondere Regelungen gelten für Arbeitnehmerinnen, die mit chemischen und biologischen Gefahrenstoffen oder physikalischen Schadfaktoren in Berührung kommen. Hier kann ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden, wenn die Beurteilung der Arbeiten ergeben hat, dass die Sicherheit oder Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sind.

Nähere Informationen finden Sie im Leitfaden Mutterschutz und im Mutterschutzgesetz.

Fach- und Führungskräfte der Universität können sich hier über die durchzuführende Gefährdungsbeurteilung informieren: Umsetzung Mutterschutz

Kündigungsschutz

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses bis auf wenige Ausnahmen unzulässig. Das Kündigungsverbot gilt nur dann, wenn dem Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung die Schwangerschaft bekannt war oder sie ihm innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird.

Eine Ausnahme von dieser Regelung kann beispielsweise die Kündigung durch einen insolventen Arbeitgeber sein.

Mutterschaftsgeld

Während der Mutterschutzfristen vor und nach der Entbindung sind Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, finanziell abgesichert, in der Regel

  1. durch das Mutterschaftsgeld
  2. und einen Zuschuss, den der Arbeitgeber/in zu tragen hat.

Für Angestellte im öffentlichen Dienst gilt das Mutterschutzgesetz. Für Beamtinnen gelten besondere beamtenrechtliche Regelungen.

Arbeitnehmerinnen, die nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, beispielsweise privat Krankenversicherte oder familienversicherte Frauen, erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe von insgesamt 210 Euro. Zuständig ist hier das Bundesversicherungsamt.

 

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