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Grünes Licht für Bonner Stammzellforscher

Arbeiten können voraussichtlich im Januar beginnen

Professor Dr. Oliver Brüstle von der Universität Bonn darf menschliche embryonale Stammzellen (ES-Zellen) importieren und mit seinen geplanten Forschungsarbeiten beginnen. Das hat jetzt das für das Genehmigungsverfahren zuständige Robert-Koch-Institut dem Wissenschaftler mitgeteilt. Professor Brüstle nahm das "Weihnachtsgeschenk" erleichtert, aber zurückhaltend auf: "Unsere Begeisterung hält sich angesichts des langen Wartens in Grenzen. Aber natürlich sind wir froh, dass es jetzt endlich losgehen kann." Die Vorbereitungen für den Stammzellimport aus Israel seien bereits kurz nach Eingang der Nachricht aus Berlin angelaufen. Professor Brüstle hofft, bereits im Januar mit den Arbeiten an den Zellen aus Haifa beginnen zu können.

Einen Antrag auf Förderung des Forschungsprojekts, für das jetzt das "grüne Licht" aus Berlin kam, hatte Brüstle bereits vor zwei Jahren bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestellt, die Entscheidung darüber war mehrfach vertagt worden. Im Januar 2002 hatte der Deutsche Bundestag schließlich entschieden, die Forschung an humanen ES-Zellen unter strengen Auflagen zuzulassen. Daraufhin hatte die DFG Brüstles Antrag bewilligt, den Förderbeginn aber von der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen abhängig gemacht.

Oliver Brüstle hat an der Universität Bonn den Stiftungslehrstuhl für Rekonstruktive Neurobiologie inne, der im Jahr 2001 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung eingerichtet worden war. Sein Forschungsinteresse gilt vor allem der Möglichkeit des Ersatzes von Nervenzellen durch Transplantation, die durch Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson oder multiple Sklerose irreversibel verloren gegangen sind. Dabei gilt der Einsatz embryonaler Stammzellen als besonders vielversprechend.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Oliver Brüstle
Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn
Telefon: 0228/287-6607
E-Mail:
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