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Physik als Bühnenstück

"Physics on Stage" prämiiert wieder innovative Lehrideen

Es ist schon paradox: Die Berufsaussichten in den Naturwissenschaften sind nach wie vor gut, und dennoch läuft Universitäten und Wirtschaft der Nachwuchs davon - und das in ganz Europa. Mit "Physics on Stage" existiert seit gut zwei Jahren ein Austausch-Forum für Physiklehrkräfte und Didaktiker, an dem sich 22 europäische Länder beteiligen. Ziel: mit unkonventionellen Ideen die Begeisterung für das Fach zu wecken, möglichst schon von der Grundschule an. Im November nächsten Jahres wird das nächste Treffen am niederländischen Satelliten-Testzentrum in Noordwijk stattfinden, auf dem Physikpädagogen aus Schule und Hochschule die europaweit besten Projekte präsentieren. Originelle Vorschläge können bereits jetzt bei Michael Kobel, Physik-Professor an der Universität Bonn, eingereicht werden; Professor Kobel koordiniert die Physics-on-Stage-Aktivitäten in Deutschland.

"Neben Experimenten für den Schulunterricht zeichnen wir auch Theaterstücke oder bunte Shows aus", erklärt der Bonner Teilchenphysiker Professor Dr. Michael Kobel, Leiter des deutschen "Physics on Stage"-Kommitees. "Es geht uns darum, nachhaltige  Begeisterung für die Naturwissenschaften, insbesondere in der Schule, zu wecken und damit auch einen Beitrag zu einer besseren naturwissenschaftlichen Allgemeinbildung zu leisten." Daher belohnt die deutsche Gruppe auch jedes Jahr die originellsten Vorschläge. Beteiligen können sich Lehrer, Studierende oder auch Didaktiker aus den Universitäten. "In nationalen Wettbewerben werden Projekte aus allen Teilnehmerländern ausgewählt", erklärt der Physiker. "Ihre Initiatoren laden wir dann zum europäischen "Physics on Stage"-Treffen  ein, wo für die besten Ideen eine Prämierung winkt." Teilnehmer aus ganz Europa tauschen sich dort über ihre Probleme und Erfahrungen aus und diskutieren Möglichkeiten, den Physikunterricht attraktiver zu machen.

"Die Ergebnisse aus den Diskussionsrunden und Empfehlungen für einen lebendigen Physik-Unterricht fassen wir zu einer Broschüre zusammen, die dann beispielsweise an unsere Ansprechpartner in den Kultus- und Bildungsministerien geht", erklärt Professor Kobel, der kürzlich für ein Schüler-Internetprojekt zur Teilchenphysik mit dem Outreach-Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet wurde. Unterstützung erhalten die Initiatoren in Deutschland  durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, aber auch durch den Verband "Gesamtmetall", denn die Industrie leidet ebenfalls unter den geringen Absolventenzahlen.

Projektvorschläge für das internationale "Physics on Stage"-Treffen im kommenden November in Genf nimmt Professor Dr. Michael Kobel, Physikalisches Institut, Nussallee 12, 53115 Bonn, entgegen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.physik.uni-bonn.de/physics-on-stage/

Ansprechpartner: Professor Dr. Michael Kobel, Tel.: 0228/73-3532, Fax: 0228/73-3220,
E-Mail:
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