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Bonner Juristen im Dritten Reich

Zeitzeugen gesucht

Das Institut für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte der Universität Bonn plant, eine Geschichte der Juristischen Fakultät der Universität Bonn in der Zeit des Dritten Reichs zu veröffentlichen. Projektleiter Professor Dr. Mathias Schmoeckel sagt dazu: "Der juristische Fachbereich wird bislang als ‚Insel der Seligen‘ inmitten der überwiegend gleichgeschalteten Universität beschrieben. Wir wollen herausfinden, wie nahe die Bonner Juristen den Nationalsozialisten wirklich standen." Darum suchen die Wissenschaftler nun Zeitzeugen, die berichten können.

War der Unterricht an der Bonner Fakultät gefärbt von nationalsozialistischem Gedankengut? Wie stark war der Einfluß der Nationalsozialisten auf die Studenten? Um diese Fragen zu beantworten, haben die Forscher bereits die Personalakten der damaligen Bonner Professoren studiert und Interviews mit noch lebenden Verwandten der Rechtslehrer geführt. Informationen über Assistenten und Studenten fehlen aber noch weitgehend.

Es gibt noch vieles, was bislang allenfalls erahnt werden kann. "Um Licht in diese Dinge zu bringen, brauchen wir die Mithilfe von Zeitzeugen: Studenten, die in der Zeit bis 1945 an der Universität Bonn Rechtswissenschaft studiert haben, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus jener Zeit, die an den Lehrstühlen der Bonner Professoren gearbeitet haben", sagt Professor Schmoeckel. Der Rechtshistoriker freut sich über Zuschriften an folgende Adresse: Universität Bonn, Institut für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte, Adenauerallee 24-42, 53113 Bonn.

Ansprechpartner für die Medien:

Institut für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-9131
E-Mail (Sekretariat): [Email protection active, please enable JavaScript.]

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