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Miscanthus-Forscher erhält NRW-Förderpreis

Dr. Ralf Pude durch Ministerin Bärbel Höhn ausgezeichnet

Der Chinaschilf Miscanthus giganteus ist unter den nachwachsenden Rohstoffen der neue Star: Nicht nur, dass die Pflanze sehr anspruchslos und unempfindlich gegenüber Schädlingen ist, sie wächst auch extrem schnell und bindet dabei Massen des Treibhausgases Kohlendioxid - ein Hektar Miscanthus in einem Jahr immerhin 30 Tonnen, soviel, wie ein Mittelklassewagen auf 150.000 Kilometern aus dem Auspuff pustet. Und: Ob Estrich oder Wand - aus Chinaschilf lässt sich nahezu alles herstellen, was der Häuslebauer begehrt. NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn verlieh heute in Bad Sassendorf bei Soest den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe an drei Wissenschaftler. Einer der Preisträger forscht an der Universität Bonn: Dr. Ralf Pude vom Institut für Obst- und Gemüsebau gilt als einer der Entdecker des ökologischen Baustoffs "Chinaschilf".

Seit zehn Jahren erforscht Dr. Pude den schnellwachsenden Schilf aus Fernost. Dabei kam ihm auch der Gedanke, die Pflanze als Baumaterial zu verwenden. Doch der Durchbruch gelang erst, als vor gut anderthalb Jahren der siebzigjährige Ingenieur Heribert Höhn mit einer Idee an ihn herantrat, wie man aus Miscanthus und Zement ganze Wände mauern könnte. Die Pflanzen einfach zu häckseln und unter den Zement zu rühren, funktioniert nämlich nicht - das Produkt zerbröselt wie ein Körnerbrot, das mit dem falschen Mehl gebacken wurde. Höhn hatte einen Mineralisator entwickelt und patentieren lassen, der den Zusammenhalt von Häckselgut und Zement deutlich verbessert. "Dadurch können wir nun \'Miscanthus-Steine\' und geschosshohe Wandelemente produzieren, die aufgrund des hohen Luftgehalts in den Pflanzenstängeln einen ausgezeichneten Dämmwert besitzen", erklärt Dr. Pude. Für die Herstellung von Estrich eignen sich dagegen andere Miscanthus-Sorten, die sich zu besonders stabilen Werkstoffen verarbeiten lassen, die gleichzeitig gute Dämmwerte gegen Wärme und Trittschall aufweisen. Nach der Mineralisation ist das Baumaterial unempfindlich gegen Nässe; auch Pilze oder andere Schmarotzer können dem Material dann nichts mehr anhaben.

Weitere Informationen zum Chinaschilf gibt es unter www.miscanthus.de oder http://www.uni-bonn.de/Die_Universitaet/Informationsquellen/Pressemitteilungen/pm02/pm0120-02.html.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Ralf Pude
Institut für Obst- und Gemüsebau der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2879
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Bilder vom Miscanthus - Haus

Zum Download der Bilddateien in Originalauflösung bitte auf die entsprechende Miniaturansicht klicken! Der Abdruck der Bilder ist kostenlos; wir bitten Sie aber, den Bildautor zu nennen.

Fotos: Uni Bonn

Ministerin Bärbel Höhn (links), Dr. Ralf Pude (rechts)
Dr. Ralf Pude (links)
Bilder von der Preisverleihung

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Alle Bilder: Dr. Birgit Hoegen, Universität Bonn


Der Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude
Der Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude
NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn mit dem Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude
NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn mit dem Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude und weiteren Preisträgern
NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn mit dem Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude
NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn mit dem Bonner Miscanthus-Forscher Dr. Ralf Pude
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