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Über 3.000 Besucher zwischen Ahr und Rhein

Geo-Rallye der Universität Bonn war ein "voller Erfolg"

Wer Wissenschaftler nur in Instituten und Laboren vermutet, der wurde am vergangenen Sonntag zwischen Rhein und Ahr vielerorts eines besseren belehrt. Anlässlich einer "Geo-Rallye" standen an 17 bedeutenden geologischen Stätten von der Ahrschleife bei Altenahr bis zum Laacher See in der Eifel den ganzen Tag über Experten des Geologischen Instituts und des Instituts für Paläontologie der Universität Bonn bereit. Sie informierten Passanten, Spaziergänger und Ausflugsgruppen und boten Führungen an. Ein Angebot, das auf große Resonanz stieß: Trotz WM-Finale ließen sich über 3.000 Besucher gerne auf einen Extra-Ausflug in die Erdgeschichte ein.

Als "vollen Erfolg" wertete darum Professor Dr. Wighart von Koenigswald die Geo-Rallye. "Der Bedarf für derartige Darstellungen von verständlicher Wissenschaft ist ungeheuer groß." Begeistert zeigte der passionierte Paläontologe über 300 Besuchern auf der Erpeler Ley anhand von dort gefundenen Fossilien, wie man aus versteinerten "Zeitzeugen" erdgeschichtliche Entwicklungen und Lebensbedingungen vor Jahrmillionen detektivisch rekonstruieren kann. Auch die anderen 16 Stationen verzeichneten jeweils mehrere Hundert Besucher. "Ich habe selten ein so zahlreiches und interessiertes Publikum erlebt", schwärmt der Chef des Instituts für Paläontologie. Die ersten Besucher schauten schon beim Auspacken der Fossilien zu, die die Bonner Wissenschaftler als Anschauungsmaterial mitgebracht hatten. Aber auch viele zufällige Passanten ließen sich auf die Präsentationen ein und nahmen auch Wartezeiten bis zur nächsten Führung in Kauf.

Gut 50 Universitätsangehörige von den Geologie- und Paläontologiestudenten bis zu den Professoren hatten die Geo-Rallye durch ihren ehrenamtlichen Einsatz erst möglich gemacht. Dafür ernteten sie viel Lob aus der Bevölkerung. Professor von Koenigswalds Bilanz der Rallye: "Die Idee, die Leute individuell anreisen zu lassen, hat sich als Erfolgsrezept erwiesen." Im kommenden Jahr wollen die Bonner Wissenschaftler wieder eine Geo-Rallye in einer anderen Gegend anbieten – eine Bitte vieler Besucher. Die Zahl der Stationen wollen die Wissenschaftler dann aber reduzieren, damit jeder das Angebot besser ausschöpfen kann.

Bis zum nächsten Jahr müssen Geo-Freunde allerdings nicht auf ein Wiedersehen mit den Forschern warten: Denn ab kommenden Mittwoch sind sie im Geo-Zelt "Himmel und Erde" auf dem Bonner Münsterplatz und am Freitag, 5. Juli, in der Wissenschaftsnacht präsent.

Bilder zu dieser Pressemitteilung

Besucher auf der Erpeler Ley; Foto: Oleschinski

Besucher am Laacher See; Foto: Oleschinski

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