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Eingebaute Pollendusche für Hummeln und Bienen

Mediterrane Ginsterart ist Pflanze des Monats Juni

Der im Mittelmeerraum beheimatete Pfriemenginster (Spartium junceum) ist die Pflanze des Montas Juni des Botanischen Gartens der Universität Bonn. Der Standort der Pflanze ist im Botanischen Garten gekennzeichnet, es gibt dort nähere Informationen und in Führungen wird auf sie besonders hingewiesen.

Foto: TemmeGinster nennt der Pflanzenliebhaber „Rutensträucher“ mit meist gelben oder weißlichen Blüten aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Es gibt weltweit viele hundert Arten. Am bekanntesten ist der heimische Besenginster. Attraktiver und eindrucksvoller ist aber der Pfriemenginster. Er kommt aus dem Mittelmeergebiet. Seine Blüten verströmen einen intensiven Honigduft.

Bestäubt wird der Pfriemenginster von Honigbienen und Hummeln. Die Tiere landen beim Besuch auf den Blüten, die kleinen Schiffchen ähneln. Tatsächlich bestehen diese Schiffchen aus zwei zusammengeklebten Blütenblättern. Im Inneren liegt die so genannte Staubblattröhre, die unter Druck steht und den Pollen enthält. Beim Versuch, an den Nektar der Blüte zu gelangen, müssen Bienen und Hummeln mit dem Kopf gegen den Blütengrund drücken. Dadurch reißt die Staubblattröhre und schleudert den Pollen von unten auf die Insekten. Mit etwas Geduld kann man diesen „Duschvorgang“ beobachten.

Der Botanische Garten der Universität Bonn ist einer der ältesten und artenreichsten in Deutschland. In den Sommermonaten ist er täglich außer samstags von 9 bis 18 Uhr (Gewächshäuser: 10.30-12 und 14-16 Uhr) geöffnet.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.botanik.uni-bonn.de/botgart/

Unser Foto zeigt das Prachtexemplar im Botanischen Garten. Foto: Temme

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