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Universität und Land treffen Zielvereinbarung

Stärkung der Lebens- und Geowissenschaften

Die Universität Bonn wird in den nächsten Jahren ihre Forschungsanstrengungen weiter verstärken und ihre Exzellenz in den Lebens- und Geowissenschaften weiter ausbauen. Das haben das Rektorat der Universität und das Land Nordrhein-Westfalen jetzt in einer Zielvereinbarung festgelegt, die Rektor Professor Dr. Klaus Borchard, Professor Dr. Andreas Hoeft als Vertreter des Universitätsklinikums und der Staatssekretär im Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung, Hartmut Krebs, jetzt in Bonn unterzeichnet haben. Die Universität erhält im Rahmen der Vereinbarung rund 9,3 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Landes und gewisse Freiheiten bei Personal- und Planungsentscheidungen. Die Vereinbarung dauert zunächst bis Ende 2004, die das Universitätsklinikum betreffenden Passagen bis Ende 2006.

Zu den Kernzielen der Vereinbarung gehört die Selbstverpflichtung der Universität zur Stärkung ihrer Forschungsleistungen in Schwerpunktbereichen und Exzellenzfächern. So wird die Universität im vereinbarten Zeitraum drei neue Sonderforschungsbereiche etablieren. Ferner will sie sich bemühen, sieben zusätzliche Graduiertenkollegs unter anderem in den Schwerpunktbereichen Biowissenschaften, Physik und Ökonomie einzuwerben. In diesen zeitlich befristeten, fächerübergreifenden Qualifizierungsprogrammen werden Nachwuchswissenschaftler forschungsnah ausgebildet.

Besonders die Bonner Geo- und Lebenswissenschaften sollen nach dem Willen der Universität und des Landes weiter ausgebaut werden. So hat das Ministerium der Universität Unterstützung beim Neubau eines Biozentrums zugesichert, in dem die bisherigen räumlich verteilten Forschungsschwerpunkte zusammengeführt werden sollen. Die Leistungsträger in den Geowissenschaften sollen ebenfalls in einem fakultätsübergreifenden Zentrum zusammengefasst und ihre Überführung in eine neue Organisationsform geprüft werden.

Die Medizinische Fakultät soll laut Zielvereinbarung in den nächsten Jahren ein noch deutlicheres Profil erhalten. Als Schwerpunkte nennt das Papier die Neurowissenschaften, die Erforschung von Krankheiten des Verdauungstraktes und des Herz-Kreislauf-Systems sowie die Untersuchung der genetischen Grundlagen von Erkrankungen. Eine herausragende Maßnahme wird die Schaffung der biomedizinischen Technologie-Plattform "Life and Brain" sein.

Die Zielvereinbarung sieht auch die Einführung einer ganzen Reihe neuer attraktiver Studienangebote vor: So werden am Biozentrum die Masterstudiengänge Molekulare Biomedizin und Molekulare Biotechnologie anvisiert. Außerdem hat sich die Universität vorgenommen, einen neuen geowissenschaftlichen Masterstudiengang zu etablieren. Auch ein neuer Ethik-Studiengang und ein rechtswissenschaftliches Masterstudium mit internationalem Bezug sind geplant. Darüber hinaus beabsichtigt die Universität, in der Philosophischen, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und in der Landwirtschaftlichen Fakultät einige Diplom- und etliche Magisterstudiengänge durch Bachelor- und Master-Studiengänge abzulösen. Auch das weiterführende Bildungsangebot der Universität soll ausgebaut werden. Zu diesem Zweck wird die Einrichtung einer Weiterbildungsakademie im Poppelsdorfer Schloss angestrebt; die Universität hält dabei die Unterstützung der regionalen Wirtschaft für unabdingbar.

Das Ministerium überlässt im Rahmen der Vereinbarung künftig der Universität die Entscheidung, welche bestehenden Studiengänge aufgelöst werden, und stellt Erleichterungen bei der Genehmigung neuer Studiengänge in Aussicht. Auch über Berufungen von C3-Professoren und Stellenausschreibungen in Zusammenhang mit der vereinbarten Profilbildung wird die Universität nun selbst entscheiden.

Download

Der vollständige Text der Zielvereinbarung kann im Download-Bereich abgerufen werden.

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