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Schilddrüse: Kleines Organ mit großer Wirkung

Neues Schilddrüsen-Zentrum an der Uniklinik Bonn

Schilddrüsenerkrankungen stellen Hausärzte und Spezialisten oft vor ein Rätsel - Diagnose und Therapie sind schwierig. Deshalb haben sich am Bonner Universitätsklinikum nun sechzehn Kliniken zusammengeschlossen und ein Schilddrüsen-Zentrum gegründet. Die Patienten profitieren von einer optimalen Versorgung, ohne dabei lange Behandlungswege in Kauf nehmen zu müssen. Am 13. Dezember wird das neue Zentrum niedergelassenen Ärzten im Rahmen eines Symposiums vorgestellt.

Die Schilddrüse ist ein kleines, jedoch wichtiges Organ. Denn sie produziert Hormone. Das sind Botenstoffe, die innerhalb unseres Körpers Informationen übermitteln und beispielsweise den Stoffwechsel steuern. Sie sind lebensnotwendig für die Entwicklung des Körpers. Doch die Zahl an Schilddrüsen-Patienten ist recht hoch. In Deutschland leidet allein etwa jeder dritte bis vierte Erwachsene über 45 Jahren an knotigen Veränderungen der Schilddrüse - dank einer verbesserten Jodversorgung seit den 80er Jahren jüngere Menschen dagegen seltener. Gleichzeitig vergrößerte sich jedoch die Bandbreite der Schilddrüsenerkrankungen. Bei einer Über- oder Unterfunktion beispielsweise produziert die Schilddrüse entweder zu viele oder zu wenige Hormone. Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme oder Niedergeschlagenheit können eine Folge sein. Die häufigste Erkrankung ist die vergrößerte Schilddrüse - umgangssprachlich als Kropf bezeichnet.

Oft führen solche Erkrankungen jedoch zu vielfältigen Symptomen, die keine direkten Rückschlüsse auf die Schilddrüse als Krankheitsursache zulassen. So kann eine gestörte Schilddrüse zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System., die Haut und die Haare, die Augen oder die Psyche beinträchtigen. "Die Zusammenarbeit vieler Fachrichtungen ist enorm wichtig, damit alle Patienten eine schnelle und ideale Behandlung bekommen", sagt Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der  Bonner Klinik für Nuklearmedizin.

Sechzehn Kliniken des Universitätsklinikums Bonn arbeiten unter dem Dach des Schilddrüsen-Zentrums zusammen. Durch die fächerübergreifende Vernetzung bieten die Experten Schilddrüsen-Patienten bestmögliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Die räumliche Nähe aller Kliniken erleichtert zusätzlich die enge Kooperation. "Die meisten Patienten sind beim Hausarzt oder beim niedergelassenen Schilddrüsen-Spezialisten gut aufgehoben. In schwierigen Fällen stehen wir diesen Ärzten zur Verfügung, wenn sie weiteren Rat suchen", sagt Nuklearmediziner Biersack.

Hinweis für die Medien

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich am Mittwoch, 13. Dezember, im Rahmen des Symposiums selbst über das Schilddrüsen-Zentrum zu informieren. Die Veranstaltung findet im großen Hörsaal der Chirurgischen Klinik und beginnt um 16.30 Uhr. Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack beantwortet zwischen 16 und 16.30 Uhr gerne ihre Fragen. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 0228/ 73-7647, Fax: 0228/ 73-7451 oder E-Mail presse@uni-bonn.de.

Kontakt:
Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/ 287-15181
E-Mail:
hans-juergen.biersack@ukb.uni-bonn.de

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