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Flaggschiff der universitären Medizinforschung

Gutachten stellt Bonner Medizinern ein herausragendes Zeugnis aus

Eine hochkarätig besetzte Kommission hat im Auftrag der Landesregierung die medizinischen Fakultäten Nordrhein-Westfalens unter die Lupe genommen. Das Innovationsministerium veröffentlichte jetzt das Ergebnis: Viele lobende Worte fanden die Gutachter in ihrem Papier für die Universität Bonn. Deren Medizin hat sich innerhalb weniger Jahre zum Flaggschiff der universitären Medizinforschung im Lande Nordrhein-Westfalen gemausert.

Die Kommission bescheinigte der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen und ihre Forschungsleistungen deutlich verbessert zu haben. Die fünf Forschungsschwerpunkte der Fakultät "Genetische Medizin und Genetische Epidemiologie", "Neurowissenschaften", "Immunologie und Infektiologie", "Hepato-Gastroenterologie" und "Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems" konnten erfolgreich ausgebaut werden. Die Schwerpunkte der Bonner Fakultät zeichneten sich durch eine hohe Drittmitteleinwerbung sowie eine starke, im Landesvergleich deutlich überdurchschnittliche Publikationsleistung aus, sagen die Gutachter.

Drittmittel sind Fördermittel für die Forschung, die im Wettbewerb von öffentlichen Geldgebern eingeworben werden. Darum gelten sie als guter Indikator für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit. Bei der Drittmittelakquise liegt Bonn laut Gutachten inzwischen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In den vergangenen fünf Jahren sei sogar ein "steiler Anstieg der Drittmittelzuflüsse" zu verzeichnen gewesen. Die Bonner Mediziner überzeugten auch im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bezogen auf die Landeszuschüsse erreichten sie hier die höchste Quote in Nordrhein-Westfalen.

Die langjährigen Bonner Schwerpunkte "Genetische Medizin und Genetische Epidemiologie" und "Neurowissenschaften" sind aus Sicht der Kommission "international exzellent ausgewiesen". Auch dem noch jungen Schwerpunkt "Immunologie und Infektiologie" bescheinigen die Gutachter Potenzial und sehr gute Wissenschaftler und empfehlen, den Bereich weiter auszubauen. Lob gab es auch für den Schwerpunkt "Hepato-Gastroenterologie". Im Bereich   "Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems" empfahl die Kommission eine Stärkung der experimentellen Kompetenzen innerhalb der Fakultät.

Lobende Erwähnung in Sachen Lehre fand der interdisziplinäre Bonner Studiengang "Molekulare Biomedizin", der auf örtlichen Forschungsstärken basiert und laut Gutachten "eine besonders hohe Sichtbarkeit" genießt. Der in Kooperation mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angebotene Studiengang sei außerordentlich stark nachgefragt und ziehe sehr leistungsfähige Studenten nach Bonn. Er trage damit erheblich zum akademischen Profil des biomedizinischen Forschungsstandortes Bonn bei.

Bonn, die älteste medizinische Fakultäten im Lande, war eine der ersten Fakultäten in Deutschland, die mit dem BONFOR-Programm eine leistungsorientierte Mittelvergabe eingeführt hat. "Wir sehen uns in unserer konsequenten Orientierung an exzellenter Forschung bestätigt", sagte Dekan Professor Dr. Reinhard Büttner. "Dankbar sind wir den Gutachtern aber vor allem auch für ihre kritischen Anmerkungen, da sie uns helfen, Schwächen zu erkennen und abzubauen." Prorektor Professor Dr. Max P. Baur lobte die Medizinische Fakultät als "vorbildlichen Leistungsträger unser Forschungsuniversität." Die Medizin habe in den vergangenen Jahren gezeigt, zu welch positiver Entwicklung die universitäre Wissenschaft trotz der allgegenwärtigen Überlastung und Unterfinanzierung im Stande ist.

Das vollständige Gutachten gibt es unter:
http://www.innovation.nrw.de/Service/broschueren/index.html


Kontakt:
Professor Dr. Reinhard Büttner
Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15375
E-Mail:
Reinhard.Buettner@ukb.uni-bonn.de

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