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Verbraucherschutz an der Theke und im Kochtopf

Gastronomen drücken in Bonn die (Hoch-)Schulbank

Die Lebensmittel-Skandale der vergangenen Monate haben nachhaltig das Vertrauen der Verbraucher erschüttert. Gastronomen wollen und müssen verlorenen Boden zurückgewinnen. Dazu zwingen sie auch die Bestimmungen der Europäischen Union. Unterstützung erhalten sie von den Lebensmittel-Experten der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Die haben für Ende November zu einer Hygienefortbildung für Bonner Gastronomen eingeladen - über 300 Gastronomen haben sich angemeldet.

"Wir wollen die Eigenverantwortung in der Gastronomie stärken", sagt Professor Dr. Brigitte Petersen vom Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn. Seit Jahren fordert die Europäische Union in diversen Verordnungen und Gesetzen von den Lebensmittelproduzenten, dem Handel und der Gastronomie, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um Risiken für die Verbraucher auszuschließen.

Wie kann der Restaurantbetreiber und der Döner-Verkäufer an der Ecke diesen Forderungen gerecht werden? Das erfahren mehr als 300 Mitarbeiter aus der Gastronomie in der Fortbildung am Mittwoch, 29. November. In dem zweistündigen Kurs werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und praktische Umsetzungsbeispiele für Gastronomie und Großküchen vorgestellt. Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Einführung eines Eigenkontrollsystems.

Egal ob Frittenbude oder Sterne-Restaurant - alle Gastronomen sind per Gesetz verpflichtet, beispielsweise den Warenein- und -ausgang und die Verarbeitung der Lebensmittel zu dokumentieren. Auch die regelmäßige Reinigung und ordnungsgemäße Lagerung müssen kontrollierbar dokumentiert werden. Außerdem ist die jährliche Schulung des Personals in Hygienefragen Pflicht.

Die Erkenntnisse, die die Bonner Wissenschaftler bei der Veranstaltung vorstellen werden, beruhen auf den Ergebnissen eines europaweiten Expertennetzwerks zur Lebensmittelsicherheit und -qualität. Das Expertennetzwerk ist integraler Bestandteil eines von der EU kofinanzierten Projekts zur Regionalförderung mit dem Namen "PromSTAP" (promoting the stable to table approach = vom Stall bis auf den Teller). Organisiert wird die Fortbildung von der Universität Bonn und der Dr. Berns Laboratorium GmbH & Co KG, mit Unterstützung des Amts für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn.


Hinweis für die Redaktionen: Über das Projekt informieren wir die Medien im Rahmen eines

Pressegesprächs
am Mittwoch, 29. November, um 11 Uhr
im Besprechungsraum
des Dekanats der Landwirtschaftlichen Fakultät
Meckenheimer Allee 172, Bonn-Poppelsdorf



Ihre Gesprächspartner werden Prof. Dr. Brigitte Petersen, Universität Bonn, Abteilung Präventives Gesundheitsmanagement, Dr. Martin Hamer, Projektkoordinator PromSTAP, Dr. Georg Berns, Dr. Berns Laboratorium GmbH & Co KG, sowie Dr. Ute Zolondek, Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda, sein.


Um Anmeldung bis zum 27. November 2006 wird gebeten.


Kontakt:
Dr. Birgit Hoegen
Dekanat der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2297
Telefax: 0228/73-1776
E-Mail:
b.hoegen@uni-bonn.de

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