Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2006 \"Beamtendeutsch\" soll verständlicher werden

\"Beamtendeutsch\" soll verständlicher werden

Bonner Linguist stellt \"Handbuch Bürgerkommunikation\" vor

Wer hat sich noch nicht über schwer verständliche Verwaltungssprache geärgert? Ein neues Buch will jetzt Abhilfe schaffen: Das "Handbuch Bürgerkommunikation - Moderne Schreibkultur in der Verwaltung" gibt wertvolle Tipps, mit denen der eigene Schreibstil verständlicher und serviceorientierter wird. Herausgeber ist Professor Dr. Helmut Ebert, außerplanmäßiger Professor für Linguistik an der Universität Bonn mit Schwerpunkt Organisationskommunikation.

Das "Handbuch Bürgerkommunikation" verdankt seine Entstehung dem Projekt "Verständliche Verwaltung", das von der Stadtverwaltung Arnsberg in Angriff genommen wurde. In Zusammenarbeit mit Professor Ebert ist nun ein praxisgerechter lesbarer Ratgeber auf wissenschaftlichem Niveau erschienen.

"Die wissenschaftlichen Grundlagen des Ratgebers wurden in Hauptseminaren des Instituts für Germanistik der Universität Bonn erarbeitet", erklärt Professor Ebert. Ziel: Aus schwer verständlichem "Beamtendeutsch" soll ein klarer und leicht zu lesender Schreibstil werden. Dazu bietet das Handbuch Informationen aus der Schreib- und Imageforschung, Literaturhinweise und vor allem zahlreiche Übungen.

Die Übungen zielen vor allem darauf ab, die Schriftsprache zu vereinfachen und für den Leser leicht verständlich zu machen. In ihnen lernen die Leser beispielsweise, Fragen zu vereinfachen und Sätze ohne Füllwörter und Floskeln zu formulieren. Aus "Waren Sie am 1. Juli 2001 älter als 32 Jahre?" wird so "Sind Sie vor dem 1. Juli 1969 geboren?"; der Monstersatz "Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass kein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Befreiung besteht" verkürzt sich zu "Sie haben keinen Rechtsanspruch auf Befreiung." Das Buch will zudem das Selbstbild der Beamten gegenüber dem Bürger verändern und den Gedanken der "Kommunikationspartnerschaft" in den Mittelpunkt rücken.

Weitere Informationen finden sich unter www.buergerkommunikation.eu. "Ich möchte über diese Webseite auch in direkten Kontakt mit dem Leser treten", betont Ebert. "Von ihren Anregungen und Wünschen sollen zukünftige Auflagen des Buches profitieren."


Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Ebert
Telefon: 02904/ 70822
Email:
mail@helmutebert.de

Artikelaktionen