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Dekoratives Edel-Gemüse

Die Artischocke ist Pflanze des Monats Juli

Bereits seit 500 vor Christus galt die Artischocke in Ägypten als Delikatesse. Bei uns wurde sie erst spät bekannt. Heute ist sie nicht nur ein geschätztes Edel-Gemüse, auch ihre dekorativen Qualitäten finden immer mehr Anerkennung. Im Juli ist sie die Pflanze des Monats der Botanischen Gärten der Universität Bonn, wo Artischocken im Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg zu sehen sind.

Die Artischocke (Cynara scolymus) ist nur aus der Kultur bekannt. Ihre wildwachsenden Verwandten stammen aus dem Mittelmeergebiet oder Klein-Asien. Bereits seit 500 vor Christus galt sie in Ägypten als Delikatesse. Die Artischocke wird seit dem 15. Jahrhundert hauptsächlich in England und Frankreich angebaut. In Deutschland wurde sie - vergleichsweise spät - erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannter.

Die Artischocke gehört zu den Korbblütlern und sie ist damit mit dem Gänseblümchen oder den Sonnenblumen verwandt. Bei dieser Pflanzenfamilie stehen die vergleichsweise kleinen Blüten in dichtgedrängten Köpfchen und wirken für den Betrachter oder das bestäubende Insekt als eine Einzelblüte. Um die essbaren Teile zu gewinnen, werden die Blütenstände vor dem Aufblühen der Blüten geerntet. Diese Artischocke wird gekocht und der Blütenboden sowie die fleischigen Basen der inneren Hüllblätter in einer leckeren Soße gegessen. Sie gilt als Edel-Gemüse.

Bei der Blüte zeigt die Pflanze ihre ganze Pracht: Am Blütenstand öffnen sich zahlreiche, stahlblaue Blüten, die zusammen mit den harten, braunen äußeren Hüllblättern ein prachtvolles Bild bieten. Die Blütenstände kann man immer häufiger in Blumenläden kaufen. Sie finden sich immer öfter in Blumen-Gestecken. Die Artischocke lässt sich, mit einem einfachen Winterschutz versehen, auch problemlos im heimischen Garten kultivieren.

Bilder zur Presseinformation

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Die Artischocke.
Foto: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott

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