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Bonn-Köln Graduiertenschule in Physik und Astronomie

Ein neues Konzept startet im Wintersemester 2006/07

Zum Wintersemester 2006/07 setzen die Fächer Physik und Astronomie der Universitäten Bonn und Köln ihre Ideen zu einer strukturierten Graduiertenausbildung in die Tat um. Finanzielle Unterstützung wird ihnen dabei von den beiden Universitäten gewährt. Dazu haben sich die Rektorate kürzlich bekannt. Interessenten können sich noch bis zum 15. August um einen Platz in der neuen Graduiertenschule bewerben.

Die Graduiertenschule mit integriertem Masterstudium richtet sich an hoch begabte Studierende. "Die Kooperation zwischen Bonn und Köln ist dabei nur logisch", erklärt der Bonner Physiker Professor Dr. Norbert Wermes. "Astronomie und Physik haben an beiden Standorten vergleichbare Studierendenzahlen. Die Forschungsgebiete der beiden Fächer ergänzen sich zudem hervorragend." Die Studierenden profitieren vom gegenseitigen Lehrangebot beider Fächer und können somit aus einer breiteren Palette von Lehrveranstaltungen auswählen. Geeignete Begleitung und Beratung bietet ein spezielles Mentorenprogramm der Hochschuldozenten.

Die "graduate students" absolvieren nach dem Bachelorstudium zunächst das Masterstudium in Physik/Astrophysik, das als "honors class" konzipiert ist. Im Unterschied zum herkömmlichen Master-Programm werden darin nur die besten Absolventen eines Jahrgangs aufgenommen. Nur etwa jeder vierte Bachelor-Absolvent soll so zum Zuge kommen. Ein primäres Ziel ist der direkte und gleitende Übergang vom Masterstudium (Abschluss M.Sc.) ins Promotionsstudium (Abschluss PhD). Auch Quereinsteiger oder Master-Absolventen anderer Universitäten aus dem In- und Ausland können bei ausgezeichneter Qualifikation in die Graduiertenschule aufgenommen werden.

Die "honors class" erweitert die bisherige Ausbildung um neue Konzepte. "Wir wollen die leistungsstarken Studenten so schnell wie möglich an die Forschung heranführen", betont Wermes. Daher werden die Teilnehmer intensiv betreut und früh in bestehende Arbeitsgruppen integriert. Blockveranstaltungen und Forschungspraktika sowie Ganztags-Seminare zu speziellen Themen runden das Angebot ab. Während des fünfjährigen Studiums ist zudem ein halbjähriger Auslandsaufenthalt an einer Partnerhochschule vorgesehen. Auf Antrag erhalten die Studierenden auch finanzielle Unterstützung. "Wir bieten hochbegabten Studierenden mit unserer Graduiertenschule ein intensiveres Studium auf hohem akademischen Niveau an", sagt Wermes. "Die zusätzlichen Anforderungen werden durch die Vergabe des ‚honors degree' entsprechend dokumentiert."

Der Startschuss zu dem Graduiertenschulkonzept nach amerikanischem und angelsächsischem Vorbild fällt bereits zum kommenden Wintersemester. Nach einer Übergangsphase soll die Graduiertenschule binnen fünf Jahren der Regelzugang zum Promotionsstudium in Physik und Astronomie werden. Die Graduiertenschule Bonn-Köln wird auch dann für eine Auswahl der 25 bis 30 Prozent besten Bachelor-Absolventen als "honors branch" beibehalten. 

Interessenten können sich bis zum 15. August um einen Platz in der neuen Graduiertenschule bewerben. Ausführliche Informationen finden sich im Internet unter http://www.physik-astro.uni-bonn.de/studium/studienplan.html


Kontakt:
Dr. Doris Thrun
Referat der Fachgruppe Physik/Astronomie
Telefon: 0228/73-3865
E-Mail:
referat@physik-astro.uni-bonn.de

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