Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2006 Studiengebühren kommen zum Wintersemester

Studiengebühren kommen zum Wintersemester

Senat der Universität Bonn votiert für Studienbeiträge

Die Universität Bonn führt zum Herbst in allen Fächern Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester ein. Das hat ihr Senat jetzt beschlossen. Weil am Morgen Demonstranten zahlreiche Senatsmitglieder am Betreten des Hauptgebäudes der Universität gehindert hatten, wurde die Sitzung unterbrochen und am frühen Abend an einem Tagungsort außerhalb Bonns fortgesetzt.

Formal fällte das höchste Beschlussgremium der Universität die Entscheidung, indem es eine "Beitrags- und Gebührenordnung" verabschiedete, die die Erhebung und Verwendung der neuen Studienbeiträge regelt. Das Bonner Rektorat rechnet mit Einnahmen von jährlich rund 20 Millionen Euro, die ausschließlich zur Verbesserung der Studienbedingungen verwendet werden. "Damit wird es uns gelingen, die Studiensituation rasch spürbar zu verbessern", kündigte Rektor Professor Dr. Matthias Winiger an.

Die vom Senat verabschiedete Satzung sieht vor, dass der Löwenanteil der Studiengebühren dezentral für Maßnahmen in den Fakultäten und Instituten zum Einsatz kommt. Durch die Schaffung zahlreicher neuer studentischer Tutorenstellen wird ein Teil der Gebühren sogar an die Gebührenzahler zurückfließen. Ein weiterer Teil der Gelder ist für zentrale Maßnahmen wie die Ausweitung der Öffnungszeiten und des Bestandes der Universitätsbibliotheken bestimmt. 

Die ersten von der neuen Gebührenordnung betroffenen Studierenden sind Studienanfänger, die ihr Studium zum Wintersemester 2006/2007 beginnen. Alle anderen an der Uni Bonn eingeschriebenen Studenten werden ab dem Sommersemester 2007 gebührenpflichtig. Die bisher erhobenen Langzeitstudiengebühren entfallen.

Der Entscheidungsprozess des Senates wurde von lautstarken Protesten von Gebührengegnern begleitet. Im Vorfeld hatte es sogar Aufrufe zu Gewalt gegeben. Das Rektorat hatte sich angesichts der Sicherheitslage am Morgen entschlossen, die Sitzung an einem zunächst nicht genannten Ort fortzusetzen. Ursprünglich sollte der Senat auf einem der Versuchsgüter der Universität zusammen kommen. In letzter Minute wurde dann jedoch die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften (FGAN) in Wachtberg angesteuert.

Artikelaktionen