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Chance für Patienten mit chronischer Lebererkrankung

Ärzte-Informationsabend des Lebertransplantationszentrums

Die häufigste Ursache für eine Transplantation der Leber ist eine Leberzirrhose. Am Mittwoch, 17. Mai, stellt sich das seit gut zehn Jahren bestehende Bonner Lebertransplantationszentrum im Rahmen einer Informationsveranstaltung vor. Ärzte und Medienvertreter können sich über die aktuelle Entwicklung rund um die Lebertransplantation informieren. Zudem ist es möglich, im persönlichen Gespräch Problempatienten zu besprechen. Die kostenlose Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Seminarraum 612 des Life & Brain Zentrums, Sigmund-Freud-Str. 25, statt.

Oft kann nur eine Lebertransplantation das Leben von Patienten mit Leberversagen retten. Sie ist dann nötig, wenn eine Lebererkrankung fortgeschritten und nicht mehr behandelbar ist. Doch oft fühlen sich Betroffene trotz eingeschränkter Leberfunktion noch einigermaßen wohl. Dennoch: "Je früher die Patienten sich an unserem Transplantationszentrum vorstellen desto besser", sagt Professor Dr. Andreas Hirner, Direktor der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn.

Am Bonner Zentrum werden jährlich etwa 25 Lebertransplantationen durchgeführt. Dabei arbeitet die Chirurgische Klinik eng mit der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Bonn (Direktor: Professor Dr. Tilmann Sauerbruch) zusammen. In Spezialsprechstunden werden die Patienten sowohl vor als auch nach der Transplantation betreut.

In Deutschland herrscht ein akuter Organmangel. Letztes Jahr starben nahezu 300 Patienten auf der Warteliste und die lange Wartezeit auf die lebenswichtige Spenderleber ist für die Patienten mit großem Leid verbunden. Ein Ausweg aus dem Mangel an Spenderorganen ist die Lebendspende, die seit Dezember 2003 auch am Bonner Transplantationszentrum durchgeführt wird. Jede zehnte Lebertransplantation in Deutschland ist eine solche Lebendspende, bei der enge Verwandte oder der Ehepartner ein Stück ihrer Leber geben. Es ist ein Verlust auf Zeit: Die Leber wächst im Gegensatz zu anderen Organen wieder nach.

Kontakt für die Medien:
Oberärztin Dr. Nicola Speidel
Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5109
E-Mail:
nicola.speidel@ukb.uni-bonn.de

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