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Was steuert die Dynamik von Ökosystemen?

Jahrestagung des Arbeitskreises Biogeographie an der Universität Bonn

Ökosysteme sind keine starren Gebilde, sondern unterliegen einer fortwährenden Veränderung: Spontane "Events" wie Vulkanausbrüche oder Lawinen haben eher kurzfristige Auswirkungen, während Trends wie die weltweite Klimaerwärmung langfristig wirken. Andere Prozesse verlaufen zyklisch - dazu zählt beispielsweise das immer wiederkehrende Klimaphänomen "El Nino". Unter dem Motto "Events, Trends, Zyklen - Was steuert die Dynamik von Ökosystemen?" lädt das Geographische Institut der Universität Bonn vom 19. bis 21. Mai zur Jahrestagung des Arbeitskreises Biogeographie ein. Im Fokus steht die Steuerung der Dynamik von Ökosystemen durch Mechanismen, die auf verschiedenen Raum-Zeit-Skalen wirksam sind.

Ein besonders prägnantes Beispiel für die fortwährende Dynamik von Ökosystemen ist die Verschiebung der Waldgrenze in den Bergen oder am Übergang zur arktischen Tundra. Kurzfristige Events wie Lawinen können zu einem Rückgang des Waldes an seiner Verbreitungsgrenze führen. Der längerfristige klimatische Trend, die globale Erwärmung, verursacht einen Anstieg der Waldgrenze in den Bergen. Auch Zyklen wie das massenhafte Auftreten von Schadinsekten können die Waldgrenze lokal verschieben. Die Waldgrenze kann folglich als Indikator für Prozesse, die einer völlig unterschiedlichen Dynamik unterliegen, dienen.

Mit dem Thema "Verschiebung der Waldgrenze" beschäftigen sich auf der Tagung denn auch gleich mehrere Vorträge. Zugleich werden die Experten aber auch weitere Beispiele für Veränderungen in Ökosystemen diskutieren. Die Themenfelder spannen sich dabei von der Molekularbiologie bis hin zur globalen Diversität.

Weitere Informationen zur Tagung gibt es im Internet unter
http://www.uni-bayreuth.de/departments/biogeo/akbiogeo/meetings.htm


Kontakt:
Martina Knop
Geographisches Institut der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2101
E-Mail:
knop@giub.uni-bonn.de

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