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Hilfe bei Schuppenflechte

2. Bonner Psoriasis-Tag an der Uni-Hautklinik

Allein in Deutschland leiden knapp 2 Millionen Menschen an Schuppenflechte. Diese nicht ansteckende Krankheit führt oft zu sozialen und seelischen Problemen, die Betroffene und Angehörige schwer belasten. Am Samstag, 13. Mai, lädt die Klinik und Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Bonn Betroffene, behandelnde Ärzte und alle interessierten Bürger zu einer Informationsveranstaltung ein. Die kostenlose Veranstaltung "Alles rund um das Thema Psoriasis" findet von 10 bis 14 Uhr im Hörsaal der Universitätsklinik für Dermatologie, Sigmund-Freud-Str. 25, statt.

Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, ist eine gutartige entzündliche Hauterkrankung. Die Veranlagung, unter bestimmten Bedingungen eine Schuppenflechte zu entwickeln, wird vererbt. Typisch für Schuppenflechte sind scharf begrenzte, rote, mit silberweißen Schuppen bedeckte Flecken. Einige Patienten klagen über Juckreiz. Sogar die Nägel sind oft bis zu einer völligen Zerstörung der Nagelplatte betroffen. Faktoren wie Alkohol, bestimmte Medikamente oder Stress, die Psoriasis verschlechtern, sollte der Patient vermeiden. Schuppenflechte ist nicht heilbar, doch verbessert eine Behandlung die Lebensqualität für den Patienten. "Es ist wichtig zu akzeptieren, dass Psoriasis ein chronisches, meist schubweise verlaufendes Leiden ist", sagt Professor Dr. Dr. Thomas Bieber, Direktor der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Bonn.

Die Psoriasis-Spezialsprechstunde der Bonner Universitäts-Hautklinik bietet nicht nur bewährte Behandlungen wie lokale Therapie, Vitamin-D-Präparate sowie Lichttherapie, sondern auch neue viel versprechende Verfahren an. Bei einer ganz schweren Schuppenflechte helfen Medikamente, die in die Immunabwehr eingreifen und so die Entzündungszellen reduzieren. "Sie zeigen meist große Wirkung, dennoch sollte der Arzt hier individuell für jeden Patienten das Risiko von Nebenwirkungen gegen den Nutzen abwägen", sagt Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie. Zudem haben die Patienten die Möglichkeit, an streng ärztlich kontrollierten klinischen Studien teilzunehmen.

Auf der Veranstaltung stellt sich auch die junge Bonner Selbsthilfe-Regionalgruppe des Deutschen Psoriasisbundes (DPB) vor und gibt einen Überblick über ihre Arbeit im vergangenen Jahr. In der Selbsthilfegruppe versuchen Betroffene, gemeinsam die Folgen der Schuppenflechte zu bewältigen.

Ansprechpartner:
Assistenzärztin Dr. Dagmar Wilsmann-Theis
Psoriasis-Sprechstunde
Klinik und Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5370
E-Mail:
Dagmar.Wilsmann-Theis@ukb.uni-bonn

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