Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2006 Vorbeugen, bevor es zum Schlaganfall kommt

Vorbeugen, bevor es zum Schlaganfall kommt

Bonner Uniklinik bietet Vorsorgeuntersuchung an

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Im Rahmen der Aktion "Deutschland bewegt sich" - einer deutschlandweiten Gesundheitsinitiative der Barmer Ersatzkasse, Bild am Sonntag und des ZDF - bietet die Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Bonn am Samstag, 13. Mai, eine kostenlose Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern an. Interessierte können von 10 bis 13 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz ihr persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschätzen lassen. Zudem ermöglicht das Projekt "Gesundheitsregion Bonn-Rhein-Sieg... gemeinsam gegen Schlaganfall" der Stadt Bonn weitere Aktionen am 12. und 13. Mai auf dem Münsterplatz.

Ein Schlaganfall trifft die Betroffenen plötzlich und unerwartet. Ursache ist meist eine Gefäßverkalkung, die sich über lange Jahre entwickelt. Mit einer Ultraschallaufnahme der Halsschlagadern misst der Arzt einfach und risikofrei deren Gefäßwanddicke, die so genannte Intima-Media-Dicke (IMD). Damit kann er eine solche Gefäßverkalkung feststellen und entsprechende vorbeugende Maßnahmen ergreifen, bevor es zu einem Schlaganfall kommt.

Liegt die eigene IMD deutlich über dem altersentsprechenden Durchschnittswert, ist das Risiko, später einmal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, erhöht. Schon im jugendlichen Alter lässt sich so abschätzen, ob das der Fall ist. Bei sehr weit fortgeschrittenen Einengungen schützt oft eine operative Gefäßerweiterung oder eine Aufweitung mittels einer Gefäßstütze, eines so genannten Stents, vor einem Schlaganfall.

Kommt es trotz allem zu einem Schlaganfall mit plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen wie beispielsweise Halbseitenlähmung, Sprachstörung oder Sehstörung, ist eine sofortige Einlieferung auf eine Schlaganfall-Station, die so genannte Stroke Unit, dringend notwendig. Innerhalb der ersten Stunden ist es hier möglich, ein verschlossenes Gefäß mit Medikamenten oder durch einen Katheter wieder zu öffnen. Auch die weitere Akutversorgung von Schlaganfallpatienten erfordert eine spezialisierte Abteilung mit intensiver ärztlicher, physiotherapeutischer und logopädischer Betreuung sowie eine eingespieltes Ärzteteam verschiedener Fachrichtungen. Die einzige im Bettenbedarfsplan des Landes NRW anerkannte Stroke Unit im Bonner Raum ist die in der Neurologischen Universtitätsklinik auf dem Venusberg. Nur hier stehen durch die ständige Anwesenheit verschiedener Fachärzte alle modernen Methoden der Schlaganfallbehandlung rund um die Uhr zur Verfügung.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Thomas Klockgether
Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5736
E-Mail:
thomas.klockgether@ukb.uni-bonn.de

Artikelaktionen