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Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2006 Ehrendoktorwürde für Metropolit Labardakis

Ehrendoktorwürde für Metropolit Labardakis

Katholisch-Theologische Fakultät lädt zum Festakt ein

S. Eminenz Augoustinos Labardakis ist Metropolit von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa. Als Haupt der Griechisch-Orthodoxen Kirche gehört er zu den führenden Persönlichkeiten des religiösen Lebens in Deutschland und den treibenden Kräften ökumenischer Verständigung. Bonn und der Region ist er durch Stationen seiner Laufbahn verbunden. Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn würdigt seine Verdienste durch die feierliche Verleihung der Ehrendoktorwürde und lädt dazu am Mittwoch, dem 1. Februar 2006, um 10 Uhr c.t. in den Festsaal ein. Dekan Professor Dr. Georg Schöllgen wird die Laudatio halten und die Urkunde überreichen.

Augoustinos Labardakis wurde am 7. Februar 1938 in Voukolies auf Kreta geboren. Er studierte an der Theologischen Hochschule des Ökumenischen Patriarchats auf Chalki, einer türkischen Insel bei Istanbul. 1960 erwarb er das Theologische Diplom und wurde zum Diakon geweiht. Von 1960 bis 1964 betrieb er philosophisch-theologische Auslandsstudien in Salzburg, Münster/Westfalen (bei Josef Ratzinger, heute Benedikt XVI.) und an der FU Berlin. 1964  wurde er in Eitorf/Sieg zum Presbyter geweiht. Von 1964 bis 1972 war Augoustinos Labardakis als Pfarrer in Westberlin auch für Ostberlin zuständig und wurde zum Archimandriten ernannt. 1964 bis 1976 hielt er Vorlesungen über orthodoxe Theologie am Katholisch-Theologischen Seminar der FU Berlin. 1972 wurde er durch die Synode des Ökumenischen Patriarchats zum Vikarbischof der Metropolie von Deutschland mit Sitz in Berlin-Steglitz ernannt.

Erster griechisch-orthodoxer Bischof in Deutschland

Am 26. März 1972 wurde Augoustinos Labardakis zum Bischof in Frankfurt/Main geweiht - es war die erste Weihe eines griechisch-orthodoxen Bischofs in Deutschland. 1973 bis 1979 war er als Nachfolger des evangelischen Bischofs Kurt Scharf Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin, seit 1978 ist er stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Am 29. September 1980 wurde Augoustinos Labardakis durch die Synode des Ökumenischen Patriarchats als Nachfolger des Metropoliten Irineos zum Metropoliten von Deutschland und zum Exarchen von Zentraleuropa ernannt und am 8. November 1980 in der Metropolitankathedrale Agias Trias in Bonn-Beuel in sein Amt eingeführt. Seit 1980 ist er Mitglied und einer der beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Kommission der Griechisch-Orthodoxen Metropolie und der Deutschen Bischofskonferenz. 1994 war er Initiator und Mitbegründer der "Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland" und ist seit 1996 Vorsitzender der Ökumenischen Kommission für die Unterstützung orthodoxer Priester (München).
Sein Engagement wurde 1980 durch die Verleihung das Großen Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt, 1992 durch den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und 1994 durch den Ehrenorden 1. Klasse der Republik Griechenland.

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