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Ein Ziel ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Uni-Klinikum stellt seinen neuen Frauenförderplan vor

In seinem Frauenförderplan für 2005 bis 2007 hat sich das Universitätsklinikum Bonn die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf auf die Fahnen geschrieben. So soll vor allem die Unterpräsenz von Frauen in Führungs- und Leitungspositionen und in einzelnen Bereichen wie dem Technischen Dienst abgebaut werden. Ein weiteres Ziel, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. "Und das ist heute nicht mehr nur eine Frauensache. So begrüßen wir es, wenn Väter die Möglichkeiten wie Elternzeit oder Teilzeittätigkeit in Anspruch nehmen", sagt Sabine Riechert, Gleichstellungsbeauftragte des Universitätsklinikums Bonn.

Das Universitätsklinikum Bonn beschäftigt etwa 3.200 nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Palette reicht von Angestellten in der Verwaltung über Krankenpfleger sowie Medizinisch-technische Assistenten bis hin zum Elektriker oder Schreiner im Technischen Dienst. Zwar ist aufgrund der in der Krankenversorgung stark vertretenen "frauen-typischen" Berufe nur jeder vierte Mitarbeiter ein Mann, doch besteht für die Gleichstellungsbeauftragte Riechert Handlungsbedarf: "Auf den letzten Stufen der Karriereleiter wird die Luft dünn für Frauen." So betrage beispielsweise der Frauenanteil im höheren Dienst nur 39 Prozent. Daher soll langfristig unter anderem durch spezielle Fortbildungen die Unterpräsenz von Frauen abgebaut werden und der Frauenanteil in den übrigen Bereichen nicht unter 50 Prozent sinken. Im Technischen Dienst mit insgesamt 102 Mitarbeitern arbeiten nur drei Frauen. "Gerade hier ist eine systematische Nachwuchsentwicklung wichtig", sagt Riechert. So bietet das Universitätsklinikum Bonn Ausbildungsmöglichkeiten für junge Frauen in "männer-typischen" Berufen wie Schreiner, Feinmechaniker und Elektroniker an.

"Beschäftigten, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörigen betreuen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, liegt uns schon immer am Herzen", sagt Arwed Franz, Kaufmännischer Direktor des Bonner Universitätsklinikum. So gibt es bereits seit 1974 eine betriebseigene Kindertagesstätte. "Das berufliche Fortkommen wird durch Inanspruchnahme einer Elternzeit, Beurlaubung oder Teilzeittätigkeit nicht beeinträchtigt", betont Riechert. Eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeiten und Telearbeitsplätze sollen den berufliche Wiedereinstieg erleichtern. "Als Gleichstellungsbeauftragte bin ich natürlich auch für Männer zuständig - es geht ja um Chancengleichheit", sagt Riechert. Ihr Traum ist ein Eltern-Kind-Büro für den Notfall. Ist beispielsweise die Tagesmutter krank, kann der Beschäftigte das Kind mit zur Arbeit nehmen und dringende Tätigkeiten von dort aus erledigen.

Kontakt für die Medien:
Sabine Riechert
Gleichstellungsbeauftragte des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5554
E-Mail:
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