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Vorsorge vor der Geburt rettet Kindern das Leben

Uni-Klinik: 20.000 Patientin in der Pränataldiagnostik

Jetzt überreichte Privatdozentin Dr. Annegret Katja Geipel, Oberärztin an der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Bonn, der 20.000 Patientin seit 2000 feierlich einen Blumenstrauß. Mit ihrer modernsten Ausstattung - unter anderem ein dreidimensionales Ultraschallgerät - und den hohen Behandlungszahlen ist die Bonner Universitätsklinik das größte Zentrum für Pränatalmedizin in Deutschland.

Anja B. und der werdende Vater Leo freuen sich auf ihren Nachwuchs. Doch aufgrund ihres Alters ist die 37-jährige Mutter von zwei Kindern leicht besorgt, ob die Schwangerschaft auch diesmal gut verläuft und mit dem Kind alles in Ordnung ist. Geborgen fühlt sich das Paar im Zentrum für Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Bonn, in dem alle Verfahren zur Früherkennung von Fehlentwicklungen und Krankheiten des Kindes Routine sind. Dabei setzen die Bonner Ärzte vor allem auf nicht-invasive Techniken wie den Ultraschall. Bereits ab der 13. Schwangerschaftswoche können sie mit verschiedenen Ultraschalltechniken etwa jede zweite Fehlbildung feststellen. "Auf dieser Basis und nicht dem Alter schätzen wir das individuelle Risiko ab. Nur Frauen mit erhöhtem Risiko raten wir unter anderem zu einer Fruchtwasseruntersuchung, da es in einem von 200 Fällen nach dem Eingriff zu einer Fehlgeburt kommt. So vermeiden wir unnötige invasive Eingriffe", sagt Professor Dr. Ulrich Gembruch, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Bonn. Mittels Dopplerultraschall kann ab der 20. Schwangerschaftswoche auch das Risiko einer Mangelversorgung des Ungeborenen durch eine Schwangerschaftsvergiftung oder eine Mutterkuchenschwäche erkannt werden.

90 Prozent aller Schwangerschaften verlaufen normal. "Trotzdem ist Pränataldiagnostik enorm wichtig, da sie die Chance des Kindes bei einer Risikoschwangerschaft deutlich erhöht", konstatiert Professor Gembruch. Ist eine Fehlbildung wie ein Herzfehler bekannt, kann die Geburt zusammen mit einem Kardiologen besser geplant und das Neugeborene gegebenenfalls direkt operiert werden. So können die Bonner Ärzte bleibende Schäden verhindern. Außerdem lassen sich viele Krankheiten wie Blutarmut, die unter Umständen zum Tod führen, vor der Geburt behandeln. Doch es gibt schwere Fehlbildungen, bei der auch die heutige Hochleistungsmedizin machtlos ist.

Viele der Patientinnen kommen verängstigt zur ersten Untersuchung auf den Venusberg. Doch am Zentrum für Pränataldiagnostik beraten Bonner Ärzte alle interdisziplinär und kompetent bis zur Geburt. Zusammen mit der psychosozialen Beratungsstelle und Selbsthilfegruppen ergibt sich ein einmaliges Netzwerk. So hat auch Anja B. keine Bedenken mehr: "Die Schwangerschaft verlief bisher problemlos und ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben."


Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Ulrich Gembruch
Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin
des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5942
E-Mail:
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Fotos: Johann Saba, Kommunikations und Medienzentrum/UKB

Patientin Anja B. (2. von links) und Leo freuen sich über den Blumenstrauß
Privatdozentin Geipel erklärt dem Paar den Ultraschall
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