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Eine oft verkannte Gefahr

Patientensymposium über Gefäßerkrankungen

Verkalkte Arterien führen zu Durchblutungsstörungen - Folgen sind unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein. Vorbeugung sowie Früherkennung und eine gezielte Therapie sind wichtig. Daher lädt die Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn anläßlich des ersten Deutschen Gefäß-Tages am Samstag, 22. Oktober, die interessierte Öffentlichkeit und Medienvertreter zu einem Patientensymposium rund um Gefäßerkrankungen ein. Referenten informieren über die wesentlichen Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Die kostenlose Veranstaltung findet von 10 bis 13 Uhr im kleinen Hörsaal im Operativen Zentrum, Sigmund-Freud-Straße 25, statt.

In Deutschland leidet etwa jeder Dritte über vierzig unter einer Verkalkung der Schlagadern, der so genannten Arteriosklerose. Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Kalk oder Fett lagern sich in der Arterien-Wand ein und verengen so das Gefäss - ein schleichender, häufig unerkannter Prozess. Erste Alarmsignale beispielsweise bei einer Durchblutungsstörung der Beine sind krampfartige Wadenschmerzen. Schlimmstenfalls führen verengte Beinarterien zu einer Amputation und sind auch ein Indiz für einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall. "Bereits eine gesunde Lebensweise kann die Gefässe schützen", sagt Dr. Marcel Kaminski, Oberarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik.

Etwa 80.000 Deutsche leiden an einer Bauchschlagader-Erweiterung, einem so genannten Bauchaorten-Aneurysma. Da die Wand der Hauptschlagader schwach und ausgeleiert ist, droht sie zu platzen - ein lebensbedrohender Notfall. Heute ist die Operation ein Standardeingriff. Eine weniger belastende Option ohne Bauchschnitt ist die Implantation eines mit Kunststoff beschichteten Stents. "Die Prothese stützt das Aneurysma nach dem "Rohr in Rohr"-Prinzip von innen - für manche Patienten ein erheblicher Fortschritt", sagt Professor Dr. Andreas Hirner, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik.

Neben Verengungen der Halsschlagader, Durchblutungsstörungen der Beine und Bauchschlagader-Erweiterungen sind Krampfadern ein weiteres Thema des Patientensymposiums. "Heute ist man zurückhaltender mit der radikalen Entfernung von Venen bei Patienten mit Krampfadern. Venen sind für Herz- und Gefäßchirurgen äußerst wertvoll", sagt Oberarzt Kaminski. Eine Ausstellung unter anderem von Gefäßprothesen und eine Demonstration von Diagnostikgeräten am Publikum runden die Veranstaltung ab.

Kontakt für die Medien:
Dr. Marcel Kaminski
Oberarzt an der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5109
E-Mail:
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