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Von blauen Gurken und Totenfinger

Die Blaugurke ist Pflanze des Monats Oktober

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, dann ist auch Halloween nicht mehr weit. Und wenn es früher dunkel wird und die Schatten länger, kann einem die Phantasie schon mal das Gruseln lehren. So ging es wohl auch dem Schöpfer des englischen Begriffs "Dead Man's Fingers" für die Früchte der auf Deutsch schlicht als Blaugurke bekannten Pflanze. In den Botanischen Gärten der Universität Bonn wird die Blaugurke (Decaisnea fargesii) im Oktober als Pflanze des Monats geführt. Sie ist dort sowohl im Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg als auch im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss zu finden.

Die Früchte der Blaugurke sind wegen ihrer Gestalt im Herbst eine auffällige Erscheinung. Der kleine Strauch gehört zu der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae). Die Früchte ähneln in Form und Größe Fingern, sie sind fahlblau bis blauviolett gefärbt und weißlich bereift. Die Samen sind in eine schleimige Gallerte eingebettet, die beim Öffnen zu Tage tritt. Die Blaugurke stammt aus dem Westen Chinas und wird nur wenige Meter hoch. Auch nachdem sie ihr Laub abgeworfen hat, verbleiben die auffallenden Früchte noch länger am Strauch.

Mit der Namensgebung der Blaugurke verbinden sich auch einige Widmungen: Die Familie der Lardizabalaceae erinnert an Miquel Lardizabal y Urribe, einen Förderer der Wissenschaften in Spanien im 18. Jahrhundert. Die Gattung Decaisnea wurde nach Joseph Decaisne, einem belgisch-französischen Botaniker und Agronomen benannt. Der Artname erinnert an Paul Farges, einen französischen Missionar und Pflanzensammler in China.

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Die Blaugurke (Decaisnea fargesii)
Copyright: Prof. Dr. W. Barthlott
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