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Stammzellforschung: Internationale Zusammenarbeit nicht behindern

Koreanischer Stammzellforscher besucht Bonner Uni


Der koreanische Stammzellforscher Professor Hwang Woo-Sukvon der Nationaluniversität Seoul hat heute die Universität Bonnbesucht. Vor Wissenschaftlern und Studenten referierte er am Life &Brain-Zentrum über seine Forschung auf dem Gebiet des so genanntenTherapeutischen Klonens. Dabei soll Erbgut eines Patienten inentkernten Eizellen zu neuen Zellen herangezüchtet werden, die bei derTherapie zum Beispiel von Nervenerkrankungen zum Einsatz kämen. DerKoreaner hatte durch seine Fortschritte auf dem Gebiet des Klonensmenschlicher und tierischer Embryonen für weltweites Aufsehen gesorgt.Hwang besuchte seinen Kollegen Professor Dr. Oliver Brüstle, der an derBonner Universität das Institut für Rekonstruktive Neurobiologie leitet.


Obwohldie Nationaluniversität Seoul eine Partneruniversität der UniversitätBonn ist, kommt eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der humanenembryonalen Stammzellen aus rechtlichen Gründen derzeit nicht inBetracht. "Einer von uns beiden käme dann vermutlich ins Gefängnis",scherzte Professor Brüstle bei der Begrüßung des koreanischen Gastes.Die deutsche Rechtslage verbietet therapeutisches Klonen und dieVerwendung von embryonalen Stammzelllinien, die nach dem 01.01.2002produziert wurden. Deutsche Wissenschaftler würden sich auch dannstrafbar machen, wenn sie mit Forschern in Ländern kooperierten, indenen eine andere Rechtslage herrsche.

Er hoffe, von demTreffen gehe auch ein politisches Signal aus, sagte Oliver Brüstle,dass Deutschland den Anschluss an die internationale Forschung nichtverlieren dürfte, indem es Kooperationen mit ausländischen Gruppenunterbinde. Ansatzpunkte für eine mögliche Zusammenarbeit gebe esviele. Im Vorfeld seines Besuchs hatte Hwang Brüstles Arbeiten auf demGebiet der regenerativen Medizin gelobt.

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Professor Hwang (links) stattete heute dem Bonner Stammzellexperten Prof. Dr. Oliver Brüstle einen Besuch ab.
Foto: Dr. Andreas Archut / Uni Bonn
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