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Musikwissenschaftler treffen sich an der Uni Bonn

Internationaler Kongress zur deutschen Musikkultur im östlichen Europa

Sammlungen, Bibliotheken und Archive bilden zentrale Orte sozialer Interaktionen und kulturhistorischer Prozesse. Unter dieser Voraussetzung findet vom 28. September bis zum 1. Oktober ein internationaler Kongress an der Universität Bonn statt. Hier sollen "Musik-Sammlungen" im Hinblick auf den wechselseitigen kulturellen Austausch zwischen den ehemals deutschsprachigen Räumen und dem östlichen Europa untersucht werden. Veranstaltungsort ist das Musikwissenschaftliche Seminar in der Adenauerallee 4-6.

Die berühmten Königsberger Bibliotheken und ihre bedeutende Musiksammlung, die in mehreren Vorträgen und Podiumsdiskussionen behandelt werden, können die Fragestellung des Kongresses insgesamt verdeutlichen: Zum einen ist an solch einem zentralen historischen Ort zu beobachten, wie sich durch das Zusammentragen mannigfaltiger Archiv-Bestände über Jahrhunderte ein kollektives Gedächtnis bildet. Zum andern zeigt gerade Königsberg, dessen Bibliotheken im Zweiten Weltkrieg gänzlich zerstört oder zerstreut wurden, welche verheerenden Folgen politische, zumal kriegerische Vorgänge durch Eingriffe in solche gewachsenen Strukturen hervorrufen. Zum dritten schließlich steht dieses Themenfeld für die neuere Forschung, der es seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelingt, fast verwehte Spuren zu sichern und in internationalen Bemühungen wichtige Rekonstruktionsarbeiten zu leisten.

Neben vielen freien Forschungsbeiträgen werden während des Kongresses auch Ergebnisse präsentiert, die aus einer längerfristigen Kooperation des Bonner Forschungsteams um den Musikwissenschaftler Prof. Dr. Erik Fischer mit Partnerinnen und Partnern aus Ljubljana, Lviv, Prag, St. Petersburg und Vilnius hervorgebracht worden sind. Hier geht es ebenfalls um verschiedene Typen und Konzepte von Musiksammlungen, um ihre oftmals wechselvolle Geschichte sowie um Möglichkeiten der Interpretation und Bewahrung der wertvollen Sammlungsbestände.

Parallel zum Kongressbeginn am 28. September 2005 wird in der Universitäts- und Landesbibliothek eine Ausstellung mit dem Titel "Musikalische Praxis und akademische Lehre. Die Sammlung des schlesischen Kantors Klein und die Anfänge der Bonner Musikwissenschaft" eröffnet.

Kontakt: Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Bonn
Fon: +49 (0) 228 73-9555, Fax: +49 (0) 228 73-4301
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www.dmk-oeu.uni-bonn.de

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