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Nur Nichtrauchen ist cool

Vorlesung für Schüler über Folgen des Rauchens

In Deutschland sterben mehr als 140.000 Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Besorgniserregend ist, dass trotzdem Kinder bereits im Alter von zehn Jahren nach der Zigarette greifen. Die Medizinische Klinik II des Universitätsklinikums Bonn und die Brecht-Gesamtschule in Tannenbusch haben jetzt gemeinsam ein Projekt gestartet, um Schüler über die Folgen des Zigarettenkonsums aufzuklären. "Ziel ist es, dass junge Menschen erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen", sagt Professor Dr. Berndt Lüderitz, Direktor der Medizinischen Universitätsklinik II. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Projekt im kommenden Schuljahr erweitert.

Fast jeder fünfte der 12- bis 17-jährigen in Deutschland raucht. Die Hauptursachen sehen Ulrich Stahnke, Schulleiter der Brecht-Gesamtschule, und Lehrerin Ursula Biewald im Gruppenzwang und in dem starken Wunsch erwachsen zu sein. Doch je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto negativer die gesundheitlichen Folgen und desto größer das Risiko einer Abhängigkeit. Umso wichtiger sei eine frühzeitige Aufklärung, bevor Zigaretten überhaupt ein Thema innerhalb des Freundeskreises würden, so ein Vater, der das Projekt mit initiiert hat.

"Rauchen bleibt das größte vermeidbare Risiko für die menschliche Gesundheit. Daher wollen wir einen Beitrag zu Prävention leisten", sagt Dr. Dirk Skowasch, Assistenzarzt an der Medizinischen Universitätsklinik II. Daher besuchte er jetzt eine sechste Klasse an der Brecht-Gesamtschule, um mit den Schülern über unterschiedliche Aspekte des Zigarettenrauchens zu diskutieren, wie Abhängigkeit, Risiko für Herz und Lunge sowie Krebserkrankungen. Die Kinder bombardierten den Bonner Arzt mit vielen Fragen: Wird mein Vater an Lungenkrebs sterben? - Werden die Kinder süchtig, wenn die Mutter in der Schwangerschaft raucht? - Wie kann meine Mutter mit dem Rauchen aufhören? Skowasch berichtete von Rauchern, die bereits in jungen Jahren erkrankt oder verstorben sind, und zeigte den Kindern unter anderem Bilder einer teerverklebten Lunge. Einhelliges Abschluss-Fazit der Klasse auf die Frage, ob sie als Erwachsener rauchen wollten: "Jetzt nicht mehr."

Motiviert von der positiven Resonanz seitens der Schüler, werden die Kooperationspartner das Projekt im kommenden Schuljahr erweitern. Geplant sind Vorlesungen für sechste und siebte Klassen im Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik II, in denen unter anderem Patienten von ihrem persönlichen Leidensweg als Raucher erzählen.

Schulen, die Interesse an einer Präventionsvorlesung haben, können sich an Dr. Dirk Skowasch, (Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn) unter der Telefonnummer 0228/287-5507 oder der E-Mail-Adresse [Email protection active, please enable JavaScript.] wenden.


Kontakt :
Dr. Dirk Skowasch
Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5507
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

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Dr. Skowasch klärt Schüler an der Brecht-Gesamtschule über die Folgen des Rauchens auf.
Foto: Dr. Inka Väth/ Uni Bonn
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