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Die Geisteswissenschaften und Objekte des Alltags

Internationales Symposium im Universitätsclub

Das Verhältnis der Geisteswissenschaften zu den scheinbar banalen Dingen des Alltags - zum Beispiel dem Fernseher, dem Auto, der Tupperware - will eine Tagung überprüfen: Am Freitag, dem 24. und Samstag, dem 25. Juni 2005 findet im Universitätsclub Bonn das internationale Symposium "One More Thing: History, Writing, and Everyday Objects"  statt. Organisiert wurde es von Dr. Christoph Ribbat vom Nordamerikaprogramm am Englischen Seminar der Universität und Dr. Anke Ortlepp vom Deutschen Historischen Institut in Washington/USA. Die englischsprachige Tagung ist öffentlich.

Anlass des Symposiums ist das faszinierende Verhältnis, in dem sich Alltagsobjekte und Geisteswissenschaften derzeit befinden: So bestimmen zum Beispiel im digitalen Zeitalter elektronische Speichermedien den Alltag und lassen Objekte schnell zu Anachronismen werden - wie die Schallplatte und die Schreibmaschine, die in wenigen Dekaden zu Museumsstücken wurden. Die Faszination für Gegenstände des Alltags drückt sich in einem wahren Publikationsboom aus. Teils im Kontext zur Technikgeschichte, teils als Populärhistorien entstehen Arbeiten über französische Kirchenglocken wie über italienische Kaffeemaschinen oder den Reißverschluß.

Was ist das innovative Potential der kulturwissenschaftlichen Analyse scheinbar ganz banaler Dinge des Alltags? Kann die Konzentration auf diese Gegenstände dazu beitragen, die Distanz zwischen Geistes- und Technikwissenschaften zu verringern? Und: Welche theoretisch-methodischen Instrumentarien stehen zur Verfügung, um die Geschichte der Dinge zu erschließen? Antworten sollen die Fallstudien, Referate und Diskussionen der Tagung ergeben.
Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen werden bei dem Symposium miteinander ins Gespräch kommen: Historiker, Ethnologen, Museumskuratoren, Literatur- und Medienwissenschaftler. Zu den Gästen zählen Bill Brown von der University of Chicago, Mukulika Banerjee vom University College London, William Uricchio vom MIT und Alison Clarke von der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Das vollständige Programm der Tagung und weitere Erläuterungen sind im Internet zu finden unter: http://www.everydayobjects.uni-bonn.de

Kontakt:
Dr. Christoph Ribbat, Nordamerikaprogramm / Englisches Seminar
Telefon: 0228 / 73-7664
E-Mail:
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