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Aktuelles rund um die Schilddrüse

Uni-Klinik: Symposium über Schilddrüsen-Erkrankungen

Am Mittwoch, 8. Juni, veranstaltet die Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn ein Symposium zum neuesten Stand von gutartigen Schilddrüsen-Erkrankungen. Die kostenlose Ärztefortbildung "Schilddrüsen Update 2005 - Neues aus Diagnostik und Therapie benigner SD-Erkrankungen" findet im Dorint Hotel von 17 bis 20 Uhr statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 90 Teilnehmern.

Ist das Herz der Motor des Menschen, so ist die Schilddrüse sein Gaspedal. Schilddrüsenhormone sind für den normalen Ablauf von Stoffwechselabläufen notwendig und aktivieren in der Regel diese Prozesse. Zu den häufigsten Erkrankungen zählt die Vergrößerung der Schilddrüse, der so genannte Kropf oder Struma, die durch den Jodmangel bedingt ist. "Aktuell ist - trotz verbesserter Jodversorgung - von ca. 20 Millionen Deutschen auszugehen, die unter einem behandlungsbedürftigen Jodmangel leiden", sagt Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. Medikamente - in der Regel eine Kombination aus Schilddrüsenhormonen und Jodid - sollen eine massive Vergrößerung des Organs verhindern, um die gefürchteten Komplikationen wie eine Einengung der Speise- und Luftröhre oder sogar von Blutgefäßen und damit eine Operation vermeiden.

Produziert die Schilddrüse zu viel oder zu wenig Hormone kommt es zu einer Über- bzw. Unterfunktion des Organs. Diese Fehlfunktionen können über Jahre unerkannt bleiben. Zudem erschweren die Vielfalt und die Unklarheit der Beschwerden, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen, Nervosität, Müdigkeit und Gewichtsveränderungen die Diagnose auch dann, wenn die Erkrankung plötzlich beginnt. Hinzu kommt, dass Schilddrüsenfunktionsstörungen in verschiedensten Lebensphasen wie Pubertät oder Schwangerschaft vorkommen. So ist oft eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen notwendig. Hilft eine medikamentöse Therapie nicht mehr, kann eine Radiojodtherapie notwendig werden. Der Patient schluckt eine Kapsel mit radioaktivem Jod, das nur in der Schilddrüse seine Strahlenenergie abgibt. Somit wird der übrige Körper nicht belastet. Wenn die Radiojodtherapie nicht durchgeführt werden kann oder das großen Struma sehr groß ist, ist eine Operation die Therapie der Wahl. "Neueste Untersuchungen zeigen, dass Fehlfunktionen der Schilddrüse bereits im Anfangsstadium den Organismus belasten und ein Risikofaktor sind. Daher gilt: je früher behandelt desto besser", sagt Privatdozent Dr. Holger Palmedo, Leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin.

Kontakt für die Medien:
Privatdozent Dr. Holger Palmedo
Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-6973
E-Mail:
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