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Eine Blume, an der gar nichts stimmt

Das Alpenveilchen ist Pflanze des Monats Februar



Alpenveilchen kennt jeder. Besonders im Herbst und Winter zieren sie landauf landab in allen erdenklichen Größen, Farben und Formen die Fensterbänke. Kaum einer weiß jedoch: Streng genommen stimmt am Namen "Alpenveilchen" gar nichts, denn die Zimmerpflanzen stammen nicht aus den Alpen, sondern aus der Türkei, und es sind auch keine Veilchen sondern Verwandte der Primeln! In den Botanischen Gärten der Universität Bonn wurde nun eine wilde Verwandte, das Winter-Alpenveilchen, zur "Pflanze des Monats Februar" erhoben.

Die wilden Verwandten des Alpenveilchens sind weniger bekannt: In den Alpen wächst das seltene Wilde Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), das aber vom Aussterben bedroht und daher geschützt ist. Im Mittelmeergebiet und angrenzenden Ländern gibt es eine Reihe von Arten. Die bekannteste und wichtigste Art ist das Persische Alpenveilchen (Cylamen persicum), von dem die kultivierten Spezies auf den hiesigen Fensterbänken abstammen.

Beliebt sind die Alpenveilchen wegen der exotisch aussehenden, weiß, rosa oder rotgefärbten Blüten, den attraktiven dunkelgrünen und violetten Blättern, die oft noch dunklere Male tragen. Einige Arten blühen im späten Herbst, andere wie das Vorfrühlings-Alpenveilchen (C. coum) im zeitigen Frühjahr.

In den Botanischen Gärten der Universität Bonn kann man Winter-Alpenveilchen im Nutzpflanzengarten bewundern. Im Gartenteil an der Carl-Troll-Strasse blühen derzeit ganze "Teppiche" dieser Art! Im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss befinden sich einige Pflanzen unter der Kiefer im Eingangsbereich.

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Copyright: Prof. Dr. W. Barthlott
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