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Ein Buch für Mostar

Bonner Studenten sammeln Bücher für die bosnische Džemal Bijedic Universität



Vor mehr als zehn Jahren wurde die Stadt Mostar im Krieg in Bosnien-Herzegowina teilweise zerstört; noch heute leidet der Ort unter den Kriegsfolgen. Studierende des Seminars für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn wollen nun den akademischen Wiederaufbau unterstützen: Sie sammeln geschichtswissenschaftliche Bücher für die dortige Džemal Bijedic-Universität.

"Die Idee zu ‚Ein Buch für Mostar' ist auf unserer Exkursion nach Bosnien und Herzegowina entstanden", erinnert sich Jasmina Hostert, die die Aktion mit initiiert hat. "Im Zusammenhang mit einer Übung zum Thema ‚Ethnische Säuberung' haben wir dabei unter anderem die Džemal Bijedic-Universität besucht." Während des Krieges wurde die Universität aus ihren Gebäuden vertrieben. Dort befindet sich heute wieder eine Hochschule, die sich aber als "kroatisch" versteht. 

Die Džemal Bijedic-Universität war vor dem Krieg eine multikulturelle Einrichtung, an der Bosniaken, Serben und Kroaten gleichermaßen ausgebildet wurden. Die Mitarbeiter haben ihre Arbeit in einem alten Fabrikgebäude fortgesetzt. Leider können dort Forschung und Lehre nur unter schwierige Bedingungen stattfinden. Die Bibliothek befindet sich beispielsweise erst im Aufbau; damit fehlen wichtige Voraussetzungen für die akademische Arbeit.

In Gesprächen mit Dozenten und Studierenden am dortigen historischen Seminar hatten beide Seiten den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit geäußert. "Unser Ziel ist es vor allem, der Universität Mostar beim Aufbau einer historischen Bibliothek behilflich zu sein. Wir haben dazu bereits mit verschiedenen öffentlichen Institutionen Kontakt aufgenommen und auf diesem Wege wissenschaftliche Literatur sammeln können", so der angehende Historiker Horst Granderath. "Darüber hinaus sind wir an geschichtswissenschaftlichen Büchern in der Landessprache - das heißt auf serbisch, kroatisch oder bosnisch - oder in englischer Sprache interessiert."

Kontakt:
Jasmina Hostert
Seminar für osteuropäische Geschichte der Universität Bonn
Tel.: 0175/163 78 56 
E-Mail: 
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oder Horst Granderath
Tel.: 0176/240 10 748 
E-Mail: 
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