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Keiner ist vom Sport befreit

Ärztetagung: Sport bei gesunden und kranken Kindern

Am Samstag, 20. November, lädt das Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Bonn Kinderärzte, Medienvertreter und Öffentlichkeit zum 7. Bonner Rundtischgespräch "Sport bei gesunden und kranken Kindern" ein. Die kostenlose Fortbildungsveranstaltung findet von 9.30 bis 17 Uhr im Universitätsclub, Konviktstraße 9, statt. Zwischen den einzelnen Vorträgen stehen die Referenten Rede und Antwort.

Schul- und Freizeitsport ist kein Tabu für Kinder mit gesundheitlichen Problemen. "Kein Kind ist so krank, dass es nicht einen individuell angepassten Sport treiben kann. Sport verbessert sogar das Krankheitsbild und steigert die Lebensqualität", sagt Professor Dr. Dr. Peter Bartmann, Direktor der Abteilung für Neonatologie an der Universitäts-Kinderklinik. Die Kinder finden Zutrauen zu ihrem Körper und zu ihrer eigenen Leistungsfähigkeit. Gerade Sport in der Gruppe schützt das kranke Kind vor Überforderung und fördert gleichzeitig Spaß, Motivation und Selbstwertgefühl. Doch sei eine ärztliche Kontrolle notwendig, so Professor Bartmann, da es unter anderem bei Kindern mit Herzfehler von Fall zu Fall große Unterschiede gebe.

Für jede Krankheit gibt es besonders gut geeignete Sportarten. Herzkranke Kinder können beispielweise Laufen, Ballspielen, Segeln oder Schwimmen. Beim Fahrradfahren erleben sie ohne viel Kraftaufwand - sie müssen ihr eigenes Körpergewicht nicht tragen - Freude an ihrer Geschicklichkeit. Für Epileptiker jedoch ist gerade diese Sportart nicht geeignet, da sie bei einem Anfall mit dem Fahrrad stürzen und sich so verletzen können. Kinder mit spastischen Störungen sollten eine Sportart treiben, die ihnen hilft, ihre Bewegungen besser zu koordinieren. Für Asthmatiker sind unter anderem Ballsportarten und Schwimmen sinnvoll. Dagegen müssen sie zum Beispiel beim Langlauf immer schneller atmen.

Des weiteren beschäftigt sich die Veranstaltung damit, zu welchem Zeitpunkt Kinder bestimmte Bewegungsabläufe am besten lernen. Gerade Turner und Eiskunstläufer haben im jüngsten Kindesalter angefangen - viele Tennisspieler dagegen nicht. Ein anderes Thema ist, wie sich die Sportart auf die Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Dr. Peter Bartmann
Direktor der Abteilung Neonatologie am Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinkums Bonn
Telefon: 0228/ 287-3408
E-Mail:
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