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Kristalle aus Salzschmelzen

Preis für beste Promotionsarbeit

Der Chemiker Dr. Stefan Schlüter hat den Starck-Promotionspreis für die beste Promotionsarbeit im Bereich der Anorganischen Festkörper-Chemie und Materialforschung erhalten. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

In seiner Forschungsarbeit hat Dr. Schlüter Kristalle aus Salzschmelzen gezüchtet. Das Besondere an seiner Forschung ist, dass sowohl die Ausgangssubstanzen als auch die Endprodukte luftempfindlich sind. Deshalb füllt er die Ausgangssubstanzen in ein halboffenes Glasrohr, entfernt die Luft aus diesem, und schmilzt es mit einem Gasbrenner zu. So entsteht eine Vakuumampulle. In einem Ofen reagieren die Substanzen bei etwa 150 bis 250 Grad Celsius und bilden die Kristalle. Da die Kristalle nur einen Durchmesser von 0,2 Millimeter haben, ist bei ihrer Untersuchung Fingerfertigkeit gefragt. In eine dünne Glaskapillare wird mit Hilfe eines Glasfadens ein Kristall gegeben und mit wenig Fett festgeklebt. "Das ist schon knifflig, man darf also vorher nicht zu viel Kaffee getrunken haben", sagt der Preisträger. Seine Arbeit ist für die Forschung wichtig, denn es entstanden chemische Verbindungen, mit denen man bereits bestehende Modelle, wie Atome in Molekülen miteinander verbunden sind, bestätigen sowie erweitern kann.

Stefan Schlüter, 1974 in Neuss geboren, studierte von 1994 bis 2000 das Fach Chemie in Bonn, wo er auch in diesem Jahr promoviert wurde. Für seine Arbeit erhielt er den mit 5.000 Euro dotierten Starck-Promotionspreis. Dieser Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Ausgewählt wird der Preisträger aus ganz Deutschland, das Auswahlgremium ist der Vorstand der Fachgruppe Festkörperchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker zusammen mit einem Vorstandsmitglied der Firma H.C. Starck / Goslar, die das Preisgeld stiftet (www.hcstarck.de). Betreut wurde die Promotionsarbeit von Professor Dr. Johannes Beck vom Institut für Anorganische Chemie.

Kontakt:
Dr. Stefan Schlüter
E-Mail:
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