Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2004 China: Herausforderung und Chance

China: Herausforderung und Chance

Neue Gesellschaft an der Universität als Forum für wirtschaftlichen und kulturellen Dialog

China gewinnt wirtschaftlich, politisch und kulturell ständig an Bedeutung. Gleichzeitig ist das "Reich der Mitte" immer noch weitgehend fremd. Als Reaktion auf das zunehmende Interesse der Öffentlichkeit gründete eine Initiative von Mitarbeitern des Sinologischen Seminars der Universität im Verbund mit Ehemaligen nun die "Bonner Gesellschaft für China-Studien e.V. (BGCS)". In der Überzeugung, daß private, öffentliche, akademische und wirtschaftliche Interessen voneinander profitieren können, engagieren sich die Initiatoren für den Aufbau eines China-Netzwerkes im Bonner Raum. Erste Aktionen erlebten schon überwältigenden Zuspruch - und vieles mehr ist in Planung.

Offiziell gefeiert wird die Gründung der Gesellschaft am Montag, dem 25. Oktober 2004, um 19 Uhr im Bonner Universitäts-Club.  Die Öffentlichkeit und die Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Mit dem Vortrag "Chinas Aufstieg zur ersten Wirtschaftsmacht - Herausforderung und Chance" von Dr. Konrad Seitz (Botschafter in Beijing zwischen 1990 und 1995 und Kenner der chinesischen Wirtschaft) wird die Bonner Gesellschaft für China-Studien erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Erwartet werden dazu etwa 100 Personen aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien. Der Leiter der Außenstelle der chinesischen Botschaft in Bonn, Guoqing Ma, und ein Vertreter der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Bärbel Dieckmann, sprechen Grußworte.

"Die Idee zur Gründung kam von außen, wir haben nur die Initiative ergriffen", sagt Jari Grosse-Ruyken, wissenschaftlicher Assistent am Sinologischen Seminar und Vorsitzender der Gesellschaft. In letzter Zeit erhielt das Seminar immer mehr chinabezogene Anfragen aus der Öffentlichkeit: Unternehmen suchen Dolmetscher, Einzelhändler wollen sich auf die kaufkräftigen chinesischen Touristen einstellen, Menschen, die aus beruflichen Gründen oder als Touristen China besucht haben, möchten gerne mehr über Land und Leute erfahren. Der Andrang war besonders groß während der Ausstellung "Die Schätze der Himmelssöhne" in der Bundeskunsthalle, einem Projekt, das die Bonner Sinologie mitgestaltet hat. "Ein solches Interesse an China hat es vor fünf Jahren noch nicht gegeben", so Grosse-Ruyken. Mit einem niveauvollen Informationsangebot will die BGCS dieser Begeisterung begegnen. Regelmäßige Veranstaltungen werden intensivere Kontakte ermöglichen. Die Bonner China-Aktivitäten sollen vernetzt und gebündelt werden. Gerade für Bonn als zukunftsorientiertem Hochschul- und Investitionsstandort mit internationalem Profil erschien eine solche Initiative geradezu überfällig; die Gründung der BGCS wurde daher von vielen Seiten begrüßt.                  

Ein Chinesisch-Sprachkurs für Bonner Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit dem Beethoven-Gymnasium und dem Ernst Moritz-Arndt Gymnasium läuft bereits mit großem Zuspruch. Mittelfristiges Ziel ist es, einen zweiten regulären Chinesisch-Kurs an Bonner Schulen zu realisieren. Schon bei der Einrichtung des Chinesisch-Kurses an der IGS Beuel hatten die Sinologen Pate gestanden. Im Frühjahr 2005 sollen in Kooperation mit der Bonner Kinemathek erstmalig die "Chinesischen Filmtage" veranstaltet werden. "Der Film ist ein ideales Medium, um einem großen Publikum einen Blick von Innen zu ermöglichen. Es vermittelt authentische Lebensbilder aus einem Wirtschaftswunderland, das sich gegenwärtig im vollkommenen gesellschaftlichen Umbruch befindet", meint Silke Simons, die Organisatorin der Filmtage.

Eine Projektpartnerschaft der Bundesstadt Bonn mit Chengdu könnte weitere Anknüpfungsmöglichkeiten bieten. Grosse-Ruyken kennt die Hauptstadt der Provinz Sichuan mit 12 Millionen Einwohnern gut: "Ich habe dort studiert. Chengdu ist eine alte Kulturmetropole, zugleich aber auch ein Zentrum von Wirtschaft und Wissenschaft mit einer der größten Universitäten des Landes. Deshalb ist es eine überaus attraktive Partnerstadt für Bonn". 


Ansprechpartner für die Medien:
Jari Grosse-Ruyken M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar
Telefon: 0228 / 73-7728, Fax 0228 / 73-7255
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Artikelaktionen