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Unsichere Wahlen, aber sicherer Wahlausgang

Afghanistan-Experte warnt vor angespannter Sicherheitslage

Vor einer Welle der Gewalt in Afghanistan warnt Dr. Conrad Schetter, Afghanistan-Experte am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Der Grund: die Präsidentschaftswahlen am kommenden Samstag. "Die prekäre Sicherheitslage wird sich durch die Wahlen eher zuspitzen", befürchtet Dr. Schetter. "Die 225 internationalen Wahlbeobachter sind viel zu wenige und können kaum dafür sorgen, dass die Wahlen fair und frei verlaufen werden. Außerhalb Kabuls werden vor allem die Warlords die Stimmabgabe diktieren."

Die gute Nachricht sei jedoch, so Schetter, "dass allgemein von einer hohen Beteiligung an diesen ersten nationalen Wahlen seit 35 Jahren ausgegangen wird." Auch das Ergebnis dürfte keine Überraschung sein, denn es wird erwartet, dass Hamid Karzai bereits im ersten Wahlgang als Präsident von Afghanistan bestätigt wird. "Schließlich ist er der einzige Kandidat, der es vermochte, politische Meinungsführer aus unterschiedlichen politischen Lagern und über ethnische Grenzen hinweg hinter sich zu bringen", so Schetter.

Das ZEF organisiert anlässlich der Präsidentschaftswahlen am Montag, 11. Oktober, von 18 bis 20 Uhr eine Podiumsdiskussion über die Zukunft Afghanistans nach den Wahlen. Ort: Zentrum für Entwicklungsforschung, Walter-Flex-Str. 3, Konferenzraum im EG.


Ansprechpartner:
Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn
Dr. Conrad Schetter
Telefon: 0228/73-4906
E-Mail:
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Alma van der Veen
Telefon: 0228/73-1846
E-Mail:
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