Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2004 Infektionen im Krankenhaus vermeidbar

Infektionen im Krankenhaus vermeidbar

Hygiene Forum Bonn informiert Ärzte und Fachpersonal

Infektionen infolge einer medizinischen Behandlung sind die wichtigsten Komplikationen schlechthin. Neben dem persönlichen Leid sind damit auch erhebliche Kosten im Gesundheitswesen von mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr verbunden. Konsequente Hygiene schützt Patienten vor vermeidbaren Infektionen. Am Donnerstag, 23. September, laden das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn und die Vereinigung der Hygiene-Fachkräfte Deutschlands (VHD) zum Forum "Hygienemanagement - Säule der Qualitätssicherung zukunfts- und praxisorientiert" ein. Die Fortbildungsveranstaltung informiert ab 11 Uhr im Anatomischen Institut der Universität Bonn, Nussallee 10, über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik sowie die neuesten Rechtsvorschriften.

Die Infektionsrate infolge einer medizinischen Behandlung ist in Deutschland laut einer englischen Studie mit vier Prozent europaweit am niedrigsten. In England bekommen dagegen neun von 100 Patienten eine derartige "nosokomiale" Infektion. "Würden sich in Deutschland ebenso viele Patienten im Krankenhaus anstecken, müsste unser Gesundheitswesen Jahr für Jahr schätzungsweise 2,5 Milliarden Euro mehr aufbringen", sagt Professor Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikums Bonn. Viele Maßnahmen in den letzten 30 Jahren, wie die Einführung von Hygeniefachpersonal, brachten diesen Erfolg. "Dieser ist jedoch nicht selbstverständlich. Gerade in Deutschland nimmt die Zahl antibiotikaresistenter Krankheitserreger dramatisch zu", sagt Professor Exner. Eine mögliche Ursache sieht er in der Vernachlässigung hygienischer Grundprinzipien infolge knapper Kassen. Daher ist eine neue rechtliche Festlegung notwendiger Hygienestrategien unerlässlich. Hygiene sollte in der medizinischen Versorgung als eine Säule der Qualitätssicherung neu entdeckt werden. Deswegen befasst sich das Hygiene-Forum mit den wichtigsten Hygienestrategien, die in den nächsten Jahren wieder verstärkt werden müssen. Dazu zählen Händehygiene, klare Vorgaben für eine hygienegerechte Durchführung eines medizinisches Eingriffes, Desinfektion, Sterilisation und entsprechende Baumaßnahmen.

Ansprechpartner für die Medien:
Professor Dr. Martin Exner
Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit
am Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-5520
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Artikelaktionen