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Bonnerin spendet Blut für ihre Mitbürger

Blutspendedienst der Uni-Klinik braucht mehr Blutspenden

Über 8000 Bürger spendeten im letzten Jahr Blut beim Blutspendedienst des Universitätsklinikums Bonn. Ihr Blut rettet Leben. So verhindern Blutkonserven nicht nur im akuten Notfall das Verbluten eines Unfallopfers, sondern unterstützen unter anderem auch die Behandlung von Krebspatienten und Frühgeborenen. Viele Operationen, wie beispielsweise in der Herzchirurgie, wären ohne Blutkonserven undenkbar. Doch Blut ist Mangelware.

Das Telefon klingelt um 9.15 Uhr: "Wir brauchen dringend Ihre Blutgruppe." Seit 20 Jahren ist Ottilie Braun eine Vollblutspenderin auf Abruf. Bis zu viermal im Jahr spendet sie auf dem Venusberg einen halben Liter Blut, wenn ein Patient des Universitätsklinikums Bonn nur ihre seltene Blutgruppe verträgt. Sie selbst war einmal nach der Geburt ihres Kindes auf fremdes Blut angewiesen: "Damals nahm ich mir vor, es Tropfen für Tropfen zurückzugeben. So kann ich anderen helfen, und das ist ein gutes Gefühl!" Eine dreiviertel Stunde später liegt die 53-jährige Bonnerin ganz gelassen und entspannt auf der Liege, während die Krankenschwester ihr Blut "abzapft". Danach genießt sie ihren Imbiss in der Cafeteria und hält ein Schwätzchen. "Alle hier können stechen. Ich hatte in 20 Jahren keinen einzigen blauen Fleck", sagt sie.

Natürlich muss ein Spender gesund sein und bestimmte Voraussetzungen mitbringen, wie beispielsweise eine Mindestgewicht von 50 Kilogramm. Ein Gesundheitsscheck vor jeder Spende und eine ärztliche Untersuchung, die spätestens alle zwei Jahre wiederholt wird, entscheidet über die Spendefähigkeit. "Die Sicherheit für Spender und Empfänger wird bei uns ganz groß geschrieben", sagt Dr. Olaf Brinkhues, Oberarzt am Blutspendedienst des Universitätsklinikums Bonn. Neben der obligatorischen Blutgruppenbestimmungen wird der Spender jedes Mal unter anderem auf HIV, Syphilis, Hepatitis B und C untersucht. Selbstverständlich sind bei der Blutabnahme nur sterile Einweg-Materalien und Einwegnadeln im Einsatz. "Ich hatte noch nie Angst vor Ansteckung", sagt Ottilie Braun, die für ihren Aufwand jedesmal eine pauschale Entschädigung erhält.

Auf etwa 7000 Dauerspender und 300 so genannte "Abrufspender" kann der Blutspendedienst immer zählen. "Gerade die äußerst zuverlässigen Spender auf Abruf sind für uns unheimlich wertvoll - besonders bei einer "0-negativ"-Knappheit, beispielsweise in der Sommer-Reisezeit", betont Oberarzt Olaf Brinkhues. Trotz der vielen freiwilligen Spender deckt der Blutspendedienst nur knapp die Hälfte des Bedarfs des Klinikums. Die restlichen Blutkonserven müssen von anderen Diensten besorgt werden. Manchmal suchen die Bonner Ärzte bundesweit, in Einzelfällen sogar im Ausland, nach einer verträglichen Blutkonserve, um überhaupt behandeln zu können. "Wir könnten doppelt so viele Spenden gebrauchen", sagt Oberarzt Brinkhues. "Die Spenden gehen hier ohne Umwege direkt an den schwerkranken Patienten im Bonner Uni-Klinikum, sozusagen an den Menschen von nebenan. Eine direkte Hilfe von Mensch zu Mensch."

Weitere Informationen zur Blutspende gibt es unter der Telefonnummer 0228/287-5174 und auf der Internet-Seite des Blutspendedienstes: http://www.meb.uni-bonn.de/haematrans/Blutspende/BlutSD_index.htm

 

Ansprechpartner für die Medien:
Oberarzt Dr. Olaf Brinkhues
Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin
des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-6730
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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Ottilie Braun: "Die Blutspende ist eine Auszeit vom Alltagsstress!"
Bildautor: Dr. Inka Väth
Ottillie Braun - eine Vollblutspenderin auf Abruf.
Bildautor: Dr. Inka Väth
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