Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2004 Reisen ohne Risiko

Reisen ohne Risiko

Tag der Reisemedizin an der Universität Bonn



Wenn einer eine Reise tut, dann bringt er nicht selten ein unangenehmes Souvenir mit nach Hause: Etwa 10 Prozent aller Touristen suchen während oder nach ihrem Urlaub wegen gesundheitlicher Probleme einen Arzt auf; gerade Fernreisende sind gefährdet. Häufiger Grund: ungenügende Vorsorge oder mangelnde Vorsicht vor Ort. Eine umfassende medizinische Beratung vor Reiseantritt hilft, dass der Urlaub auch wirklich zum Erfolg wird. Am Samstag, 26. Juni, können sich niedergelassene Ärzte an der Universität Bonn von 9 bis 13 Uhr über aktuelle Entwicklungen in der Reisemedizin informieren. Zu der Veranstaltung im Hörsaal A des Anatomischen Instituts, Nussallee 10, sind auch Journalisten herzlich willkommen.

Die korrekte Diagnose gerade von Tropenkrankheiten ist nicht einfach. Nicht nur, dass zwischen Infektion und Ausbruch mehrere Monate liegen können - bei mangelnder Erfahrung kann es auch zu Fehlurteilen in der Labordiagnostik kommen: So können Pflanzenpollen in Stuhlproben Wurmeiern täuschend ähnlich sehen und den Arzt auf die falsche Fährte führen. Auch die Malaria-Diagnose hat so ihre Tücken: In der Regel stellt der Laborarzt dazu einen Blutausstrich her und färbt ihn mit der so genannten "Giemsa-Lösung" an. Unter dem Mikroskop werden dann in den roten Blutkörperchen die Erreger des "Wechselfiebers" sichtbar, die so genannten Plasmodien. In alten Giemsa-Lösungen kann der Farbstoff jedoch ausfallen und Niederschläge bilden, die einem Plasmodium ähneln können.

Der Nordrhein-Westfälische Tag der Reisemedizin will den Blick für derartige Fallstricke, aber auch für Lichtblicke in der Diagnostik parasitärer Erkrankungen schärfen. Darüber hinaus stehen Impfungen gegen verschiedene Formen der Hirnhautentzündung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Malaria-Prophylaxe: Die Erkrankung, gegen die bislang kein Impfstoff existiert, fordert jährlich mehr als zwei Millionen Todesopfer, vor allem unter den Ärmsten der Armen im tropischen Afrika. Es gibt inzwischen Medikamente, die einer Infektion wirksam vorbeugen; die einfachsten Schutzmaßnahmen richten sich aber gegen die Malaria-Überträger, die Anopheles-Mücken: Lange Kleidung, Schlaf unter Moskitonetzen, Verwendung von Insekten-Repellents. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die diesjährigen Richtlinien zur Malariaprophylaxe, die die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft jährlich aktualisiert.

Anmeldung:
Gesellschaft für Information und Organisation
Telefon: 089/89891619
Fax: 089/89809934
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]
Informationen für die Medien:
Professor Dr. Achim Hörauf
Institut für Medizinische Parasitologie
Telefon: 0228/287-5673 oder -5674
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Artikelaktionen