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Neue Intensivbetten für Neugeborene

Tag der offenen Tür im Perinatalzentrum auf dem Venusberg



Am Mittwoch, 16. Juni, lädt das Universitätsklinikum Bonn ab 14 Uhr herzlich zu einem Tag der Offenen Tür ins Perinatalzentrum an der Universitäts-Frauenklinik ein. Anlass ist die abgeschlossene Renovierung und Erweiterung der Früh- und Neugeborenenintensivstation auf dem Venusberg. Neben der Möglichkeit die Station in ihrer neuen Form kennen zu lernen, stellt sich der "Bunte Kreis", der als Zusammenschluss von Eltern und medizinischen Fachkräften Familien-Nachsorge anbietet, vor. Von 17 bis 18.30 Uhr stehen zwei Vorträge über die Entwicklung des frühgeborenen Kindes bis zum neunten Lebensjahr und seine Betreuung in der Kinderarztpraxis auf dem Programm.

Das Perinatalzentrum des Universitätsklinikums Bonn ermöglicht eine sanfte und sichere Geburt eingebettet in eine kompetente sowie allumfassende vor- und nachgeburtliche Behandlung und Diagnostik unter einem Dach. Es versorgt gerade Frühst- und Risikogeborene unter dem Motto "Alles an einem Ort". Ein qualifiziertes Team aus Ärzten und Kinderkrankenschwestern betreut individuell kranke Früh- und Neugeborene. Im Jahr sind das beispielsweise mehr als zehn mal Drillinge und über 100 Frühgeburten mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm, wobei die Kleinsten sogar leichter als 500 Gramm sind. Dabei sind Mutter und Kind auf dem gleichen Stockwerk untergebracht. "Grundsätzlich bleiben alle Neugeborenen so lange im Perinatalzentrum, wie ihre Mutter stationär behandelt wird", sagt Professor Dr. Dr. Peter Bartmann, Direktor der Abteilung Neonatolgie an der Universitäts-Kinderklinik. Dann werden die Kinder falls erforderlich in die neonatologische Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik auf der Adenauerallee verlegt.

In der Intensivstation im Perinatalzentrum untersuchen und behandeln Spezialisten des Universitätsklinikums Bonn unter anderem Mehrlinge oder Kinder mit fetalen Wachstumsstörungen sofort. Ist eine Operation erforderlich, beispielsweise bei einem angeborenen Herzfehler oder Fehlbildungen, kann der Chirurg diese zum Teil direkt auf der Station durchführen. Allein bis zu 40 Neugeborene mit angeborener Bauchspalte, offenem Rücken, Zwerchfelllücke oder neurologischer Fehlbildung werden pro Jahr operiert. "Geburtsortsnah können wir alle notwendigen Untersuchungen und Operationen durchführen, ohne dass das Kind nach der Geburt transportiert wird", sagt Professor Bartmann.

Die neue Station gehört zu den größten und modernsten Intensivstationen für Neugeborene in Deutschland. Aufgrund des steigenden Bedarfs war eine Erweiterung dringend erforderlich. Auf der renovierten Station werden jetzt bis zu 16 Kinder intensivmedizinisch versorgt. "Der enge Kontakt der Eltern zu den Kindern ist dabei unschätzbar", sagt Professor Bartmann. So ist "Känguruhing" und der Besuch von Geschwisterkindern bei den weitgehend uneingeschränkten Besuchszeiten jederzeit möglich. Kinder, die eine ruhigere Umgebung benötigen, können in zwei Zimmern einzeln  zusammen mit  der Mutter untergebracht werden. Das verschafft auch etwas mehr Privatsphäre. Außerdem ist ein Eltern- und Stillraum als zusätzliche Ruhezone vorhanden.

Hinweis für die Medien:

Eine Führung durch die Früh- und Neugeborenenintensivstation für Medienvertreter ist für 15.00 Uhr vorgesehen. Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 0228/73-7647, Telefax: 0228/73-7451 oder E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.].

Bei Interesse sind Medienvertreter zum wissenschaftliche Programm von 17 bis 18.30 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik herzlich eingeladen: Referent PD Dr. N. Veelken, Direktor der Kinderklinik am Klinikum Nord Heidberg in Hamburg, hält den Vortrag: "Die Entwicklung des frühgeborenen Kindes bis zum Alter von neun Jahren. Ergebnisse der Hamburger Längschnittsstudie". Den zweiten Vortrag "Die Betreuung des frühgeborenen Kindes in der Kinderarztpraxis" hält Referent Dr. Weinzheimer, Kinderarzt in Andernach.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Dr. Peter Bartmann
Leiter der Abteilung Neonatologie
Zentrum für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-3291
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Bilder zu dieser Presseinformation

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Hautkontakt: Eine Mutter mit ihren zwei Kleinen beim „Känguruhing“.
Foto: Dr. Inka Väth / Uni Bonn
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