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Insektenforscherin, Malerin, Weltreisende

Dieter Kühn liest im Botanischen Garten aus seinem Buch \"Frau Merian!\"

Schulen sind nach ihr benannt, ihr Kopf prangte auf dem 500-DM-Schein - und dennoch ist der Name "Maria Sibylla Merian" heute nur Wenigen ein Begriff. Der Schriftsteller Dieter Kühn hat der Insektenforscherin, Malerin und Weltreisenden des 17. Jahrhunderts ein literarisches Denkmal gesetzt. Am Mittwoch, 9. Juni, liest Kühn um 19 Uhr im Kalthaus des Botanischen Gartens der Universität Bonn am Poppelsdorfer Schloss aus seinem Buch "Frau Merian!" - nicht ohne tieferen Grund: Für das Werk hatte der Autor auch in den Botanischen Gärten recherchiert. Unter 0228/73-5523 sind für die Veranstaltung noch Anmeldungen möglich; der Eintritt beträgt 10 Euro.

Die Forscherin hatte beispielsweise entdeckt, dass jede Schmetterlingsart ihre spezielle Futterpflanze braucht. In ihrem bahnbrechenden Werk "Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung" fasste sie ihre Ergebnisse anschaulich zusammen und malte die Entwicklungsstadien der Schmetterlinge sowie die dazugehörigen Futterpflanzen.

Dieter Kühn hat dieser interessanten Frau ein lesenswertes Denkmal gesetzt - wie zuvor auch schon Clara Schumann oder Josefine Baker. Der gebürtige Kölner hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, drunter den Hermann-Hesse-Preis und den Literaturpreis des ZDF. Gefragt, warum er dem Titel "Frau Merian!" ein Ausrufungszeichen hinzugefügt habe, erklärt Kühn: "Weil sie so war. Wie man heute sagt: Sie hatte Power!"

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