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Kein stinkender Bock unter der Achsel

Angehende Historiker eröffnen eigene Ausstellung



"Es soll der Mund nicht übel riechen, der Atem nicht widerlich sein, und unter der Achsel soll nicht der stinkende Bock, der Herr der Ziegenherde, hausen", so schrieb Ovid in einem Lehrgedicht über das korrekte Auftreten. Die Geschichte der Benimmbücher, das Kult-Motorrad Kreidler-Florett oder der Computer Commodore C64 werden von den Geschichtsstudenten im Grundstudium in der Ausstellung "Historica in studentischem Besitz" gezeigt. Vom 24. Mai bis zum 25. Juni ist sie im Historischen Seminar der Universität Bonn zu sehen. Die Eröffnung, zu der die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist, findet am 24. Mai um 18 Uhr im Bibliotheksraum Mittelalter des Historischen Seminars statt. Neben den knapp 30 Exponaten wird dort auch ein Katalogbuch vorgestellt, in dem die Studierenden ihre Stücke mit Kurzessays zum Leben erweckt haben. Das Historische Seminar öffnet Mo - Do von 8 bis 21.30 Uhr, Fr von 8 bis 20.30 Uhr und Sa von 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die quer durch die Bibliothek und Gänge des Historischen Seminars verteilte Ausstellung bietet unter Garantie für jeden Geschmack etwas. Der Phantasie der Studierenden waren bei der Auswahl ihrer Stücke keine Grenzen gesetzt. Die jungen Historiker verbrachten die ersten Wochen des Wintersemesters mit der Suche nach einem geeigneten Stück auf dem Dachboden, im Keller oder in Omas alten Kisten. So reicht das Spektrum der Themen von der Geschichte des Kaffees über Zigarettenbilderalben im Nationalsozialismus bis hin zu Marlene Dietrich. Wie im echten Museumsalltag mussten die Stücke zunächst nach allen Regeln der Kunst inventarisiert werden. Später verfassten die Studierenden dann zu jedem Exponat einen kleinen Begleittext und einen Kurzessay, der in einem ausstellungsbegleitenden Katalogbuch veröffentlicht wurde. Dr. Christoph Studt, Leiter der Übung, ist mit

dem Ergebnis zufrieden: "Die Studierenden haben einen authentischen Einblick ins Museumsleben bekommen, und wir haben fast ohne finanzielle Mittel die Ausstellung auf die Beine gestellt."

Ansprechpartner:
Dr. Christoph Studt
Historisches Seminar der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-5865

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Benimmbuch für junge Mädchen aus den 50er Jahren.
Foto: Rosa Groezinger/ Uni Bonn
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